Tagebuch einer Frühchenmami – Der Albtraum beginnt

Hallo,

als Erstes möchte ich mich bei Euch für Eure vielen lieben Kommentare und Mails bedanken. Ich habe mich sehr drüber gefreut, auch wenn es mich jedes Mal traurig macht zu hören, wie Vielen es so ergangen ist wie uns. Aber ich hoffe, dass es Euch auch hilft!

Es tut mir leid, dass diese Überschrift so reißerisch ist, aber mir ist wirklich nichts passenderes eingefallen. Und ich muss sagen, dass ich mich in den ganzen Wochen auch wie in einem furchtbaren Albtraum gefühlt habe!

Ich weiß noch ganz genau, wie ich eine Woche vor meiner Krankenhauseinlieferung vor dem Spiegel stand und mich drüber gefreut habe, dass ich jetzt endlich einen „richtigen“ Babybauch habe. Keinen „Ist-sie-schwanger-oder-hat-sie-einfach-zu-viel-gegessen“-Bauch?!? Nein, einen richtigen Babybauch!!! Das hat mich so gefreut und ich bin die ganze Woche lang wie auf Wolken geschwebt und habe gestrahlt wie noch nie!

Es war Samstagabend und in schwäbischer Manier gab es Käsespätzle, die mein Mann und ich so lieben. Wir wollten gerade mit dem Salat weitermachen, als es passierte. Es war wirklich so, wie man sich einen vorzeitigen Blasensprung immer vorstellt und ich wusste sofort was geschehen ist. Ich habe mich auch gleich flach hingelegt, während mein Mann den Rettungswagen gerufen hat. Und dann hieß es warten. 10 Minuten? 5 Stunden? Ich weiß es beim besten Willen nicht. Ich weiß nur, dass es die längste Zeit meines Lebens war. Ich habe nur noch geweint und war mir sicher mein Baby verloren zu haben. Bei 21+2! Ein Mädchen, wie wir seit einer Woche wussten!

Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit kam endlich der Rettungswagen mit 2 jungen, sehr netten Sanis. Diese wollten mir dann allen Ernstes erklären, dass dies kein Blasensprung gewesen sei und ich ruhig zum Auto laufen könnte! Kein Blasensprung?!? Ich war zwar zu diesem Zeitpunkt total durch den Wind, konnte ihnen aber trotzdem noch klar machen, dass ich ganz bestimmt nicht zum Wagen gehen werden und sie mich gefälligst tragen sollen!

Sie mich eingeladen und die Fahrt konnte beginnen. Es war ein komisches Gefühl dort zu liegen und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, dass ich mich geirrt habe und ich keinen Blasensprung hatte. Das sie schauen und alles in Ordnung ist!

Die naheliegenden Krankenhäuser haben mich, aufgrund meiner frühen Schwangerschaftswoche alle abgelehnt, sodass wir einmal komplett durch die Stadt fahren mussten. Wir kamen auch an den Wasen vorbei und der Lärm drang gedämpft durch die Autoscheiben. Das war alles so irreal, sollte mich aber noch zwei weitere Wochen begleiten!

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