Tagebuch einer Frühchenmami – Überänglichstlich?!? Ich doch nicht!!!

Ich oute mich gleich zu beginn: JA, meine kleine Sophie schläft auf einer „Angel Care“-Matte.
Als ich solch eine Matte das erste Mal gesehen habe, dachte ich mir, dass wir sowas ja nicht wirklich brauchen und das sei ja die komplette Überwachung eines Babys. Tja, dann kamen Sophies Atemaussetzer und mir wurde Angst und Bange bei dem Gedanken, dass Sophie in ein paar Wochen OHNE Monitor nach Hause geschickt werden soll. Als es dann ernst wurde mit der Entlassung war ich schneller bei Amazon, als ich selber schauen konnte und seitdem liegt Sophie jede Nacht auf dieser Matte.

Am Anfang lag sie sogar rund um die Uhr auf dem Angel Care und ich rannte stets und ständig hin, um zu schauen, dass es ja angeschaltet ist und Sophie atmet (das Teil könnte ja auch mal defekt sein). In den ersten Nächten konnte ich obwohl Sophie direkt neben mir auf der Matte lag kaum ein Auge zu machen und musste regelmäßig nachschauen, dass sie auch ja noch atmet.

Aber nicht nur die plötzlichen Atemaussetzer trieben mich an den Rand der Verzweiflung! Oh nein, das Autofahren wurde zu einer großen Qual, denn jedes andere Fahrzeug dieser Welt könnte ja plötzlich ausbrechen und in unser Auto rasen. Mein Mann musste mir zu liebe, sein PS-starkes Auto im zweistelligen Bereich ausfahren und immer wenn er zu stark Gas gegeben hat, bin ich fast gestroben vor Angst!

Dummerweise kam Sophie im Winter auf die Welt, einer Jahreszeit, die leider vollgepackt mit bösen Viren und Tuberkeln ist, die nur darauf warteten meine kleine Sophie anzuspringen. Aus diesem Grund wurde direkt nach Entlassung aus dem Krankenhaus sehr streng selektiert, wer Sophie sehen durfte und wer nicht.
Der Fahrstuhl wurde nur genommen, wenn er leer war und wenn Fremde in den Kinderwagen reinschauen wollten, wurde schnell die Flucht ergriffen. Denn man weiß ja nie, was diese Personen alles für Krankheiten mit sich rumschleppen, ohne dass sie es selber wissen.

Das diese Taktik zwar etwas übertrieben, aber dennoch berechtigt war zeigte mir der Geburtstag meiner Schwester. Ich habe meine kleine Sophie wie immer schön abgeschirmt und geschaut, dass wir bereits weg waren, wenn der große Andrang kommt. Ein paar Tage später erzählte mir dann meine Schwester, dass eines der Kinder zwar an ihrem Geburtstag gesund war, aber am nächsten Morgen mit Scharlach aufgewacht war. Da war ich heil froh, dass ich mit Sophie noch nicht mal in das Zimmer gegangen bin, in das die größeren Kinder spielten.

Nichts desto trotz fühlte ich mich schon wie eine absolut überängstliche Mutter, die über ihr Baby wacht wie eine Furie und ihm nie etwas erlaubt. Aber zu meiner großen Freude bin ich mittlerweile so eine Mutter, wie ich sie immer sein wollte: Etwas ängstlich, etwas streng, recht locker und vor Allem sehr liebevoll! Nichts desto trotz merke ich auch heute noch, dass ich wieder ganz schnell zur Furie werden könnte, wenn ich meinen kleinen Liebling gefährdet sehe! So wie jede andere Mutter auch!

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