Tagebuch einer Frühchenmami – Allen gerecht werden

Ich mache mir bereits seit Beginn der Schwangerschaft Gedanken dadrüber, wie es sein wird mit 2 Kindern und wie ich es schaffen werde Beiden gerecht zu werden.

Am Anfang war es eher die Frage, wie ich das mit Beiden schaffen werde, ohne dass sich Eine von Beiden benachteiligt oder nicht genug beachtet fühlt. Gerade weil Sophie so ein aktiver Wirbelwind ist, habe ich die Sorge, dass Emma etwas zu kurz kommen könnte. Wohingegen es ja auch sein könnte, dass Emma total die verschmuste wird und Sophie sich ungeliebt fühlen könnte, weil sie lieber auf Achse ist, als sich mal von uns auf den Arm nehmen zu lassen.

Das sind zwar jetzt so typische Schwangerensorgen, aber man weiß ja halt auch nicht was alles in solch einem kleinen Köpfchen vorgeht. Und schon die Tatsache, dass wir zeitgleich umziehen und ein kleines Schwesterchen kommen wird, wird bestimmt alles andere als einfach für Sophie!

Angefangen haben diese Gedanken, als ich mit Sophie im Krankenhaus war. Ich merkte bereits nach einem Tag, dass das Ganze zu anstrengend für mich ist. Aber was sollte ich tun? Ich konnte doch nicht mein kleines süßes Baby, alleine in der Klinik lassen. Und da sie durch die ganzen Untersuchungen so durch den Wind und verängstigt war, konnte ich nicht anders als sie immer zu tragen und zu trösten.

Als ich dann im Krankenhaus lag, war es für uns Beide ganz schlimm, da ich nicht bei ihr sein konnte und wenn sie mich mal besucht hat, konnte ich ihr nur die Hand geben und sie, wenn man sie mir hingehalten hat, mal umarmen. Das tat mir so leid und ich war so unendlich froh, als ich dann endlich nach Hause durfte.
Zu Hause darf ich mich zwar jetzt auch nicht um Sophie kümmern, aber sie ist wenigstens öfter bei mir und ich darf ab und an auch mal mit ihr spielen oder mit ihr umherlaufen.

Das ist zwat leider nicht annähernd so, wie ich es mir erhofft und vorgestellt hatte, aber wir versuchen das Beste draus zu machen.

Nur manchmal bin ich unvernünftig! Wenn mein armer Schatz sich wehmacht oder Angst hat, kann ich einfach nicht daneben sitzen und zusehen wie andere sie trösten, denn sie ist mein Baby und ich bin ihre Mama! Da vergesse ich alle Vorsichtsmaßnahmen und nehme sie einfach in den Arm!

Danach habe ich zwar immer Angst, dass was passiert sein könnte, aber in diesem Augenblick geht es einfach nicht anders, denn ich habe eine kleine Tochter und ich muss in manchen Situationen einfach für sie da sein!

Als Ausgleich lege ich mich dafür besonders lange hin und hoffe, dass alles in Ordnung ist!

Und dann mache ich mir wieder Gedanken drüber, wie ich es später schaffen werde Beiden gerecht zu werden, wenn es jetzt schon so schwierig ist!

3 Gedanken zu “Tagebuch einer Frühchenmami – Allen gerecht werden

  1. Liebe Ela,

    immer positiv denken! Ich glaube, dass spüren die Kleinen im Bauch auch. Ich weiß, dass es schwer ist, dass man viele Gedanken hat, sich auch Sorgen macht. Um so mehr hoffe und wünsche ich Dir einfach, dass Du noch ein paar Wochen kugeln darfst und Dein Kind noch dort bleibt, wo es im Moment noch am Besten aufgehoben ist – bei Dir. 😉 Meine Gedanken sind bei Euch und ich glaube ganz fest daran, dass Ihr 2 noch ein paar Wochen schaffen werdet.

    Viele liebe Grüße,
    Andrea

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  2. Liebe Andrea,

    vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!
    Ja, irgendwie fragt man sich häufig in dieser Situation, warum es schon wieder einen selber getroffen hat. Aber wir hatten mit Sophie und auch jetzt so viel Glück, dass ich einfach hoffe und zuversichtlich bin, dass auch weiterhin alles gut gehen wird. Vielleicht nicht perfekt und einfach, aber am Ende wird hoffentlich alles in Ordnung sein – so wie bei Euch!

    Viele liebe Grüße,
    ela

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  3. Hallo Ela,

    vor einiger Zeit habe ich schon mal einen Kommentar auf Deinem Blog hinterlassen, und nun nach langer Zeit komme ich mal wieder bei Dir vorbei. Und was lese ich – Du bist wieder schwanger und kannst nicht einfach „nur“ schwanger sein. Da haben wir ganz schön viele Parallelen…

    Jakob unser Großer ist auch ein Frühchen – ab der 21. SSW lag ich mit Frühwehen flach, und war oft im Krankenhaus. Mit ihm habe ich es in die 36. SSW geschafft und ich durfte Jakob dann auch damals gleich mit nach Haus nehmen.

    Dann wurde ich wieder schwanger – toll endlich ein Geschwisterchen für Jakob. Als meine Ärztin dann schnell fest stellte, dass es 2 werden sollten, war auch schnell klar, dass es wieder keine „normale“ Schwangerschaft geben würde. Und so lag ich wieder ab der 21. SSW flach – musste wieder mit Frühwehen ins Krankenhaus. Leider sah es damals nicht ganz so gut aus und die Ärzte hatten im ersten Moment auch wenig Hoffnung – wie man sich da als Mama fühlt, muss ich Dir nicht erklären. Die Gefühle fahren nur Achterbahn. Ich durfte dann auch wieder nach Haus – der Zustand hatte sich gebessert. Allerdings meinten die Zwillis dann doch aus heiterem Himmel in der 28. SSW auf die Welt zu wollen. Wieder nicht zu Ende geschafft und die Zwerge so klein und zart… Viele Sorgen haben wir uns gemacht und waren am Ende so stolz auf unsere Kämpfer. Nach nur 7 Wochen Krankenhaus durften wir nach Haus – ein Wunder! Den Zwergen ging es von Anfang an gut – was nicht selbstverständlich ist, und wir wissen es sehr zu schätzen.

    Ich glaube als Frühchenmama macht man sich vorweg schon immer mehr Gedanken, als wenn man ein Reifchen geboren hat. Ob man immer Frühchenmama bleibt, wenn man es einmal war? Es gibt da ja auch zig positive Beispiele, die zeigen, dass dem nicht so sein muss. Aber auch ich habe mir ab und an die Frage gestellt, warum schon wieder wir? Eine Frage, auf die es leider auch keine Antwort gab. Es war eben eine Tatsache, die wir nur hinnehmen konnten.

    Aber, eines kann ich Dir versprechen – unsere Kinder sind die größten Schätze und Mamaliebe ist stets für alle da. Es wird Momente geben, da wird Dich ein Kind vielleicht mal etwas mehr brauchen, aber dennoch wirst Du alle lieben. 😉

    Viele liebe Grüße,
    Andrea

    P.S. Ich hoffe, es geht Dir und dem Wurm gut! Seid stark und haltet noch eine ganze Weile aus! Ich drück ganz fest den Daumen!

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