Tagebuch einer Frühchenmami – Mutterherz

Hallo und Herzlich Willkommen aus dem Umzugschaos!

Habe ich schon erwähnt, dass ich Umzüge nicht mag? Ich mag das Chaos und den Dreck so überhaupt nicht. Und vor allem mag ich es überhaupt nicht, wenn von Beiden so viel ist, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Ich bin ja schon beruhigt, dass der Umzug Sophie nichts anhaben konnte und sie sogar froh war um ihr neues Zuhause. Das freut mich sehr, da gerade die Woche vor dem Umzug für Sophie sehr hart war. Jedes Mal, wenn sie geschlafen hat, haben wir gepackt und so ist nach und nach unsere ganze Habe in Umzugskisten gewandert und die Wohnung immer leerer geworden. Für uns Erwachsene ist das auch kein Problem, aber für kleine Kinder ist das ganz schön traumatisierend. So hat Sophie die letzte Woche vor dem Umzug sobald sie aufgewacht ist hysterisch geschrien und sobald man zu ihr gegangen ist hat sie sich an einen geklammert und verzweifelt geschluchzt. Das tat mir so leid, aber auch der Versuch einfach mit ihr zusammen zu packen hat ihr zwar sehr gefallen, ihre Ängste aber leider kein bisschen gemindert.

Das ist nur eines der vielen Beispiele, wie mein Mutterherz bluten kann, wenn es um meine beiden kleinen Mädels geht. Am liebsten möchte man sie in Watte einpacken und komplett vor der bösen Welt beschützten. Ich weiß schon, dass man sie nicht für immer vor Allem beschützen kann, aber bis 30 sollten sie doch locker in ihrer eigenen glücklichen Traumwelt leben dürfen.

Und ich muss sagen, dass viele Hollywood-Produktionen meinen Beschützerinstinkt nicht gerade vermindern. So war mein erster Kommentar nach dem Film „96“ mit Liam Neeson, dass ich unbedingt ein Diktiergerät brauche. Mein zweiter Gedanke war dann aber, dass ich bestimmt nicht so gute Ideen haben würde wie der Hauptdarsteller und ich meine Mädels deshalb einfach nie alleine nach Paris lassen werde. Und da sowas überall passieren könnte, wird Mami sie am Besten überall hin begleiten. Sollte dann irgendjemand auf die Idee kommen meine Mädels nur schief anzuschauen hat er es mit einer wildgewordenen, 1,58cm großen Frühchenmami zu tun!

Mein Beschützerinstinkt beschränkt sich aber nicht auf so große Ereignisse, sondern fängt schon bei so Kleinigkeiten wie einem Kindergeburtstag an. Wenn ich schon an ihre Geburtstage denke könnte ich weinen und hoffe immer sehr, dass alles perfekt wird!
Ich muss aber dazu sagen, dass ich was Geburtstage angeht einen kleinen Knacks habe. Der kommt von einem traumatischen Erlebnis zu meinem eigenen 7. Geburtstag und neutral betrachtet ist das auch sehr lächerlich. Wir waren erst sehr kurz nach der Wende in diesem Teil Deutschlands und ich kann Euch sagen, dass man es mit einem Berliner Dialekt hier in der Gegend nicht ganz so einfach hatte. Es war wie schon gesagt mein 7. Geburtstag und mein Erster auf dieser Seite der nicht mehr vorhandenen Mauer. Wir hatten zwei oder drei Kinder aus meiner Klasse eingeladen und alles liebevoll vorbereitet. Ich weiß sogar nocht, dass wir so kleine Schaumstoff Hamburger hatten, auf die ich so stolz war und über die ich mich so gefreut hatte.
Das Ende der Geschichte war dann, das leider Niemand gekommen ist! Einfach so, ohne auch nur abzusagen! Das hört sich zwar doof an, aber das hat mich damals irgendwie sehr traumatisiert. Seitdem mag ich Geburtstage überhaupt nicht und werde immer ganz traurig und kirre, wenn es dadrum geht. Und natürlich werde ich besonders hysterisch, wenn es um die Geburtstage meiner beiden Mäuse geht. Emma hatte ja noch keinen, aber Sophies wurde dann auch gleich zwei Mal gefeiert. Einmal mit der Familie und einmal mit Baby-Freunden. Und damit ja nichts schiefgeht wurden gleich einfach mal ein paar Babys mehr eingeladen als empfohlen – sicher ist sicher. Es waren dann auch zwei sehr schöne Feiern, trotzdem werde ich bereits jetzt ganz panisch, wenn ich an den nächsten Geburtstag von Sophie denke. Und an Emmas mag ich noch gar nicht denken, denn der 1. ist ja auch noch der Wichtigste! Zumindest für die Mami! 

So, nun werde ich mal weiter die Kinderzimmer dekorieren und das Haus weiter einrichten, damit wir es auch schön haben. Und ein bisschen gehe ich in Gedanken schon durch, wie man hier die nächsten Geburtstagsfeiern schön gestalten könnte. Emma bekommt auf jeden Fall eine „Raupe Nimmersatt“ und Sophie fängt an auf pink zu stehen   😀

4 Gedanken zu “Tagebuch einer Frühchenmami – Mutterherz

  1. Vielen Dank für Eure lieben Kommentare!

    @Erika: Das geht ja mal gar nicht! Ich wäre da genauso und würde sie auch nicht mehr einladen!

    @Karin: Oh je, das ist ja furchtbar! Da will man seinem Kind eigentlich was Gutes tun und dann sowas. Aber ich hoffe, dass sie sich schnell an ihr neues Zimmer gewöhnt hat und es jetzt genauso sehr liebt wie ihr Altes.

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  2. Das mit dem Umzug kann ich mir gut vorstellen! Als unsere Tochter mit ca. 1 1/2 neue Möbel bekam, musste dafür etwas weichen und ein paar Sachen haben wir kurz für den Aufbau aus dem Zimmer geräumt, u.a. auch eine Kindermatratze, die mit Kissen als Sofa dient. Als wir uns an die ran gemacht haben, hat sie sich darauf geworfen und „nein, nein“ gerufen… Das tut einem dann so leid, weil sie es ja noch nicht verstehen und wir da auch zum 1. Mal gemerkt haben, wie wichtig ihr ihr Zimmer und die eigenen Sachen sind.

    Liebe Grüße Karin

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  3. Liebe Fliederfee,

    ein Geburtstagstrauma können auch noch Beschützermamas bekommen. Den ersten Geburtstag unseres Großen hatte die Oma doch glatt vergessen… – ich lade sie bis heute nicht mehr gerne ein und nun wird er schon bald 10! Da wir das aber nicht thematisieren hat zum Glück nur die Mama ein Trauma – da war er wieder, der Beschützerinstinkt 😉

    Ich wünsche euch weiterhin einen guten Umzug. Bei uns hat es übrigens geholfen, dass die Kinder helfen durften ihre eigenen Sachen einzupacken. Wenn es nicht so weit weg ist, hilft es auch mal eine Kiste mit ihnen zusammen hinzubringen, damit sie nicht glauben ihre Sachen wären verloren!

    Liebe Grüße, Elke

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