Tagebuch einer Frühchenmami – Ironie des Schicksals

Manchmal spielt einem das Leben schon ganz schön eigenartige Streiche. So ist es morgen bereits 2 Jahre her, dass ich in der Schwangerschaft mit Sophie ins Krankenhaus gekommen bin. Und wie ihr alle wisst hat es von da an sehr lange gedauert bis ich es wieder verlassen durfte bzw. musste.

Ich schreibe deshalb musste, weil mich nachdem ich 2 bis 3 Wochen im Krankenhaus lag, mich neben der Seelsorgerin auch die Damen vom Hilfedienst besuchten. Diese sehr netten, älteren Damen kamen 2-3 Mal in der Woche zu einem und unterhielten sich etwas mit mir und fragten immer sehr lieb, ob sie einem helfen könnten. Leider hatten die Damen bei jedem Besuch wieder vergessen, dass sie mich schon des Öfteren gefragt haben, seit wann und warum ich denn hier liegen würde. Irgendwann war ich nur noch amüsiert dadrüber, dass ich der Dame jetzt zum 10 Mal meine Geschichte erzählen sollte und antwortete nur, dass ich ihr das doch schon unzählige Male erzählt habe. Danach kannte sie mich wenigstens und begrüßte mich dafür mit einem „Sie Arme müssen ja hier immer noch liegen“. Das tat sie aber auch nur ein Mal, da ich ihr dann erklärte, dass es ein gutes Zeichen ist. Denn je länger ich hier liege, umso länger darf Sophie in mir drin bleiben und umso größer und stärker ist sie, wenn man sie holen muss.

Kaum zu glauben, dass das bereits 2 Jahre her ist. Es kommt mir mittlerweile wie ein Traum vor, der immer mehr verblasst und an den man sich nur noch ab und zu erinnert. Ich finde, dass man auch ganz schnell anfängt es zu verharmlosen. So nach dem Motto: Das war doch gar nicht soo schlimm. Aber die Tatsache, dass ich, wenn ich mich dran erinnere oder davon erzähle noch immer kurz davor bin zu weinen, zeigt mir, dass es doch wesentlich schlimmer gewesen ist.

Ich weiß noch ganz genau, wie ich letztes Jahr in unserer alten Wohnung saß und mich zusammen mit Herrn Fliederfee an meine Krankenhauseinweisung erinnert habe. Dieses Gespräch habe ich dann mit den Worten: „Ich bin so froh nicht schwanger zu sein, ich glaube ich würde sonst heute durch drehen vor Angst“, beendet.

Was ich allerdings erst nach Emmas Entbindung festgestellt habe ist, dass dieser 25.09. der erste Tag meiner letzten Periode war. Zum Glück habe ich zu diesem Zeitpunkt davon noch nicht mal was geahnt, sonst hätte ich den Tag in Panik verbracht.

Aber ist es nicht eigenartig oder sogar eine riesige Ironie des Schicksals, dass dieser Tag sowohl solch ein Unglückstag als auch solch ein Glückstag darstellt? Und das solche zwei wichtige Ereignisse ausgerechnet an diesem 25.09.geschehen sind?!?

Und morgen ist es wieder so weit: Es ist der 25.09.! Auf der einen Seite sehe ich das ganz locker und auf der anderen Seite bin ich schon sehr nervös, ob wieder etwas geschehen wird? Ich hoffe, dass es sowas positives wie Sophie spricht oder ähnliches sein wird. Ich hoffe es zumindest sehr und schaue dem morgigen Tag schon sehr angespannt und nervös entgegen.

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