Tagebuch einer Doppelmami – Projekt Leben

Hallo,

ich muss Euch heute etwas gestehen: Ich bin Project Life süchtig!!!!
Meine Sucht reicht schon lange in die Vergangenheit, damals als Project Life noch Fotoalbum hieß und nicht ganz so stylisch war. Denn im jungen Alter von 13 Jahren habe ich zum ersten Mal ein Reisealbum, mit Text und allen Belegen und Flyern, die ich während der Klassenfahrt finden konnte, gestaltet. Ach, was war ich stolz auf das Album! Dummerweise hat es irgendwann mal meine damalige Klassenlehrerin in die Hände bekommen und gedacht mir mit rotem Stift Fehler anmalen zu müssen. Seitdem ist mein Verhältnis zu den meisten Lehrern sehr gespalten und sie sollten lieber nicht mit einem Rotstift in meine Nähe kommen.

Trotz des Rotstiftes stellte dies allerdings den Beginn meiner Leidenschaft dar und ich bastelte zu jeder Reise in der Regel ein Album, für meine 3-monatige Neuseelandreise sogar zwei Alben. Was das angeht bin ich sehr ausdauernd und v.a. geduldig, denn ich muss gestehen, dass ich das Album zu unserer Verlobungsreise erst 5 Jahre später fertig bekommen habe und auch nur deshalb, weil wir kurz vorm Umzug standen und ich nicht schon wieder mit dem ganzen Foto- und Schnipselchaos umziehen wollte. Und so wurde in zwei Wochen erledigt, was in den 5 Jahren vorher nicht machbar war.

Nun sind aber die Kinder da und ich bin von einer Urlaubsfotografin zu einer richtigen Fotografiersüchtigen geworden. Jede schöne Situation und lustige Szene würde ich am Liebsten festhalten. Doch leider sind genau diese Augenblicke immer so schnell vorbei oder ich denke nicht dran, dass ich meistens nur noch Nachher-Bilder machen kann, die aber meistens auch ganz gut sind. Herr Fliederfee amüsiert sich immer köstlich drüber und rät mir immer, dass ich doch einfach den Augenblick genießen und in meinem Herzen festhalten sollte. Dabei gebe ich ihm auch voll und ganz recht und auch trotz Kamera wird das immer in meinem Herzen sein. Doch leider ist mein Gedächtnis nicht annährnd so gut wie mein Herz und vergisst leider viel zu schnell. Und aus diesem Grund möchte ich auch ganz viele Erinnerungen für in 10, 20, 30 oder gar 50 Jahren haben. Denn in 50 Jahren werde ich ganz bestimmt nicht mehr wissen, wie sich Sophie immer gern auf Emma gelegt hat. Aber mit einem Foto kann ich mich vielleicht wieder dran erinnern.

Aus diesem Grund habe ich bereits letztes Jahr mit einem Album für Sophie angefangen. Da ich gerade dabei bin es zu erweitern und ein Album für Emma anzufangen, schaue ich seit Langem mal wieder die gefühlten 5 Millionen Fotos durch und bin einfach nur erstaunt! Erstaunt darüber wie viel ich bereits in diesen 2,5 Jahren vergessen habe! Wie klein und verschroben Sophie in ihren ersten Lebenstagen ausgesehen hat (obwohl ich glaube, dass mir das damals überhaupt nicht aufgefallen ist, wie verbeult ihr Kopf ausgesehen hat) und wie extrem dick ihre Wangen im Verhältnis zum Rest des Körpers war, als sie angefangen hat aus der Flasche zu trinken.

Dies sind alles Erinnerungen, die teilweise noch sehr schmerzhaft sind (und ich während des durchschauens auch dementsprechend viel weine), aber die trotzdem für immer Teil unseres Lebens sein werden und die ich deshalb nicht vergessen möchte. Denn gerade die schwere Zeit, die wir damals durchgemacht haben, zeigt einem gerade in Situationen, in denen man zum Selbstmitleid neigt, was für ein riesiges Glück wir mit unseren beiden Mädels hatten und wie nichtig die kleinen Sorgen des Alltags dagegen sind.

Und da ich eh so ein Fotoalbum-Fan bin sitze ich derzeit jede freie Minute dran Fotos für mein Project Life Album rauszusuchen. Ich denke nämlich, dass man damit noch schneller, orginelle und abwechslungsreiche Alben gestalten kann. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf das Ergebnis und werde Euch auf jeden Fall berichten (so in 4 Jahren vielleicht 😉  !

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Dienstag und möchte Euch noch dran erinnern im Rahmen unserer Inkspiration Week bei Kirstin und Tina vorbeizuschauen.

Liebe Grüße,
Eure ela

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Ein Gedanke zu “Tagebuch einer Doppelmami – Projekt Leben

  1. Wow, was hattest Du denn für böse Lehrer? Da kann ich das gespaltene Verhältnis gut verstehen… Ich liebe es auch, Fotoalben zu gestalten. Die ersten Project-Life-Versuche waren noch etwas holprig, aber ich finde, man kommt rein und es macht richtig Spaß. Bin schon gespannt auf Deine Werke! Liebe Grüße, Kirstin

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