Tagebuch einer Doppelmami – Das Kind in meinem Bett

Oh je, es ist soweit! Ich habe schon sehr oft davon gelesen, aber immer gehofft, dass es uns nie treffen wird! Ein Kind, dass nur noch in unserem Bett schlafen möchte!

Es hat damit angefangen, dass unser großer Schatz die Stäbe aus ihrem Gitterbettchen rausgenommen bekommen hat. Meistens ist sie dann allerdings so oft auf nächtliche Wanderschaft gegangen, dass sie max. in zwei Nächten ohne Gitter schlafen durfte. Trotzdem ist ihr in diesen zwei Nächten aufgefallen wie klasse es doch ist in Mamas und Papas Bett zu gehen und dort zu schlafen.

Weil sie jetzt allerdings nicht mehr so ohne Weiteres aus ihrem Bettchen kommt fängt sie derzeit jede Nacht so zwischen 2 und 4 Uhr an ganz laut zu rufen, dass sie in unser Bett möchte. Am Anfang sind wir dann immer zu ihr gegangen und haben versucht ihr zu erklären, dass das leider nicht geht. Dummerweise hat sie das noch hysterischer gemacht, weshalb wir (ääähhhhmmmm wohl eher Herr Fliederfee) den RIESIGEN Fehler begangen haben sie dann doch mit in unser Bett zu lassen. Für ihn war das auch überhaupt kein Problem, da ich diejenige war, die von da an ein 11kg Kind auf dem Arm oder Bauch zu liegen hatte und sich nicht mehr bewegen konnte.

Dummerweise bin ich jemand, der nachts sehr aktiv ist und beim schlafen niemanden in seiner Nähe duldet. Aber selbst wenn mir sowas nichts ausmachen würde, könnte glaube ich niemand sonderlich gut schlafen, wenn er eine große Lockenpracht in der Nase zu kitzeln hat. Wenn ich es dann doch mal geschafft hatte, trotz Lockenpracht in der Nase und 11 kg auf meinem immer tauber werdendem Arm einzudüsen, war es nicht wirklich schön, wenn man beim ersten Augenöffenen auf einen, über einem bedrohlich schwebenden Leuchtschnuller zu blicken. Ja, die Teile können einen immer ersten übermüdeten Augenblick der Ahnungslosigkeit ganz schön Angst einjagen.

Da meine kleine Maus allerdings ebenfalls ein sehr unruhiger Schläfer ist, habe ich dann irgendwann mal ihre Beine oder sonst was abbekommen, was dann meist der Augenblick war, in dem sie wieder in ihr eigenes Bettchen musste und das Theater erst richtig angefangen hat. Denn in der Zwischenzeit ist mein Bett ganz schnell zu unserem Familienbett umbenannt worden und wann immer die kleine Maus zu uns kommen wollte hieß es, dass sie in „unser Bett“ möchte. Und selbst die ausführlichsten Erklärungsversuche konnten sie nicht davon abbringen, dass das ja schließlich auch ihr Bettchen sei.

Naja, auch diese Nacht sind wieder die Stäbe im Gitterbettchen (nachdem sie ihre kleine Schwester geweckt hat) und ich bin gespannt, wann sie wieder in unser Bett möchte. Ich werde mein Bestes geben es zu ignorieren und freue mich schon sehr drauf, wenn diese Phase endlich vorbei sein wird.

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4 Gedanken zu “Tagebuch einer Doppelmami – Das Kind in meinem Bett

  1. Oh jaaaa, wer kennt es nicht ! Und mir geht es wie Dir : Ich kann dann auch nicht schlafen . Meistens bin ich ausgewandert oder hab das Kind im Halbschlaf wieder ins Bett geschleppt . Und wie sagte eine Bekannte bei meinem ersten Kind im Bett : Spätestens mit 13 schlafen sie wieder alleine 😉 . Ich drücke die Daumen, dass es nur eine kurze Phase ist . LG Anita

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  2. oh weija, das liest sich irgendwie anstrengend… und von den wenigen malen, wo eines meiner Kinder bei uns im Bett schlief weiß ich, wie blöd es ist, wenn man plötzlich ein Knie im Rücken oder einen Fuß im Ohr hat…

    Hm, aber trotzdem schwingt bei mri grade etwas Neid mit…. meine Kinder sind nämlich leider so gar nicht die ins Bett krabbler oder Sonntagsmorgen-Kuschler… Wenn sie wach werden sind sie richtig wach, munter, es ist gleich was los… kuscheln? Eher Fehlanzeige, lieber kitzelattacken ^^ und dann bitte zügig aufstehen, anziehen und frühstücken!

    Kinder die hier Nachts wach werden, gehen entweder aufs Klo und dann wieder in ihr Bett oder haben die Decke weggestrampelt und wieso soll man die selber wieder über die Beine ziehen, wenn das auch Papa oder Mama können!?

    Ich fänd es so schön, wenn meine 2 morgens rüberkommen und kuscheln würden… ich glaub es ist wie mit so vielen Dingen im Leben, das was andere haben, ist viel schöner ^^
    Leute mit Locken, wollen glatte Haare, Glatthaarige hätten liebend gerne Naturlocken… ich hätte gerne mal meine Kinder kuschelnd im Bett und du hättest sie gerne nicht jede Nacht im Bett…

    Ich denke die Phase übersteht ihr auch bald!

    Liebe Grüße
    Roxanne

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  3. Liebe Ela,

    soooooooo süß!! Ich hab auch immer wieder mal Bettschläfer, und das seit nun 7 Jahren. Aber unser erstes Kind durfte von Geburt an zwischen uns schlafen, es lag eingemümmelt im Stilkissen so bei uns. Als er dann nicht mehr so zerbrechlich war, durfte es ohne dem Kissen dazwischen liegen. Dann zog er in sein Zimmer, von wo er aus öfters in der Nacht geweint hat. Um nicht immer mit Augenringe herum zulaufen und mehr vor dem Kinderbett als im eigenen Bett zu sein, durfte er dann wieder in unser Bett, wenn er in der Nacht aufgewacht ist. Und so ist es heute noch. Meine Kinder schlafen aber sehr ruhig – vielleicht Veranlagung, oder aber anerzogen, denn wenn sie uns beim Schlafen störten, flogen sie zurück ins eigene Bett. Mittlerweile kommen sie nicht mehr so oft, und wenn sie dann mal wieder da sind, liebe ich es, mich an sie zu kuscheln und so weiter zu schlafen. Witzigerweise bekomme ich meist nicht mal mit, wenn sie in unser Bett kriechen. Kopf hoch, die werden sooo schnell groß und dann schlafen sie NICHT mehr bei den Eltern – wie uncool 😉

    LG Geli

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