Tagebuch einer Doppelmami – 8 kleine Tipps, wie auch Dein Kind durchschlafen lernt

Guten Morgen,

als Erstes einmal möchte ich mich recht herzlich für Eure vielen lieben Nachrichten und Kommentare bedanken! Es ist in der Tat eine sehr schöne Zeit und ich genieße es auch sehr, dass unsere große Maus derzeit so anhänglich ist! Und mittlerweile will sie auch nicht mehr jede Nacht an meiner Seite schlafen, was mir aufgrund Ihres unruhigen Schlafes doch sehr recht ist.

Heute möchte ich mich allerdings einem Thema widmen auf das ich bereits von sehr vielen Menschen in meinem Umfeld immer wieder angesprochen und nach Tipps gefragt wurde: Wie ich es schaffe, dass meine Mädels so schnell durchgeschlafen haben und so lange schlafen.

Bei unserem großen Spatz ging es eigentlich ganz einfach, weil sie von sich aus eigentlich ein recht guter Schläfer ist und es dort nur ein paar kleine Kniffe und Tricks benötigt hat. Bei unserer kleinen Maus hingegen war es widerrum etwas schwieriger, aber auch sie hat nach 6 Wochen durchgeschlafen und kann auch jetzt gerne mal am Wochenende von 19 Uhr bis 9 – 10 Uhr friedlich schlummern.

So, nun möchte ich Euch nicht die Nase lang machen, wie tolle meine Mädels schlafen können, sondern Euch ein paar Dinge verraten, die mir dabei sehr gut geholfen haben! Aber ich muss Euch vorwarnen, dass es trotzdem nicht soo einfach ist und man ganz schön Ausdauer haben muss!

1. So früh wie möglich damit anfangen! Egal was für eine schwierige Eigenart sich Dein Kind angewöhnt hat, JETZT ist genau die richtige Zeit, um etwas daran zu ändern. Gerade bei unserem großen Spatz waren wir in der Hinsicht etwas nachlässig und haben uns immer gesagt, dass sie ja noch so klein ist und wir ihr das lieber beibringen, wenn sie größer ist. Dank unserer kleinen Maus weiß ich, dass es einfacher ist, wenn man solch eine Art so früh wie möglich versucht abzugewöhnen.

2. Lasst Euch nicht unterdrücken! Oh ja, ich weiß, dass die kleinen Mäuse einen ganz schön tyranisieren können und gerade beim ersten Kind lässt man sowas sehr schnell mit sich machen. Wir haben es bei unserem großen Spatz selten geschafft morgens vor 12 Uhr fertig zu sein, obwohl die kleine Dame bereits stunden vorher für den Tag fertig war und uns von da an permanent auf Trab hielt.
Als unsere kleine Maus dann da war, haben wir ganz schnell gelernt, dass es auch anders geht, da man ja bereits ein kleines Kindergartenkind zu Hause hatte und sie einfach täglich um 8 Uhr im Kindergarten sein musste!

3. Feste Schlafenszeiten! Das ist aktuell für mich ein wichtiger Punkt, da das über ein Jahr alte Kind von Bekannten es geschafft hat, dass die Mama in keinem Babykurs mit dem Kind geht, da es nie vor 11 Uhr aufsteht, weil es jeden Abend die Eltern bis Mitternacht auf Trab hält und die Mama deshalb keine Kurse besuchen möchte (wo wir auch wieder bei Punkt 2 wären)!
Die ersten zwei Wochen nach der Entlassung unseres großen Spatzes haben wir es auch nie geschafft, sie vor 23 Uhr ins Bett zu bekommen und morgens dementsprechend lange geschlafen. Das hat mir aber so gar nicht gefallen, sodass ich ganz schnell angefangen habe unseren großen Spatz jeden Abend um 18 Uhr ins Bett zu legen, auch wenn sie noch keine Anzeichen von Müdigkeit zeigte. Wir haben ihr das Mobile angemacht und übers Babyphone gehört, wie sie erst noch etwas mit diesem „erzählt“ hat, bis sie eingeschlafen ist. Das hat sich allerdings auch schnell geändert, als wir einen Babymassage Kurs begonnen haben und uns dadurch das frühe Aufstehen angewöhnt haben. Und danach ging es super leicht mit dem frühen ins Bett gehen und dem nicht ganz so spätem Aufstehen unter der Woche. Und der Vorteil davon ist, dass die Mäuse auch noch gleich lernen alleine einzuschlafen.
Bei unserer kleinen Maus war das dann überhaupt kein Problem mehr. Im Gegenteil, dadurch, dass wir jeden Morgen früh in den Kindergarten mussten, war sie immer froh nach einem spannenden und anstrengenden Tag um 18 Uhr ins Bettchen zu dürfen.

4. Essgewohnheiten anpassen! Hört sich eigenartig an, ist aber so! Ich hatte dieses Problem eigentlich nur bei unserer kleinen Maus, dass sie tagsüber, mit 4 Stunden Abständen, eigentlich zu selten getrunken hat, dann allerdings dachte in der Nacht alle zwei Stunden kommen zu müssen. Das habe ich ihr dann so recht schnell abtrainiert, indem ich sie Richtung Schlafenszeit einfach öfter und länger angelegt habe. So war die Maus so richtig gesättigt und konnte wesentlich länger schlafen, bis sie dann auch recht schnell durchgeschlafen hat.

5. Rituale! Ok, das steht jetzt wirklich in jedem Kinderratgeber, aber ich persönlich finde es sehr wichtig! Bei uns war es immer so, dass der Papa den großen Spatz gewickelt und für die Nacht fertig gemacht hat. Danach habe ich sie genommen und ihr die Milch gegeben und ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Heute ist es so, dass jeder von uns eine Maus hat und im Obergeschoss um diese Uhrzeit ein heilloses Durcheinander herrscht, weil jedes Kind durch die Zimmer wütet, weil keines ins Bett möchte. Dann geht jede Maus in sein eigenes Zimmer, erhält seine Milch und dann geht es ab ins Bettchen.

6. Ruhige Atmosphäre! Ich persönlich kann es überhaupt nicht leiden, wenn ich vor dem ins Bett gehen noch zu viel Aktion und zu viele Reize habe, weshalb wir das bei den Mädels auch berücksichtigen und spätestens bei unseren Ritualen versuchen runter zu kommen. Auch in den Kinderzimmern gibt es keine Geräuschquellen während der Nacht und sie haben beide geschlossene Türen, damit sie nicht von uns geweckt werden. Und wenn sie nachts wach werden wird nicht gespielt oder laut geredet oder Licht angemacht. Dadurch kann man den Mäusen auch sehr gut das ausschlafen antrainieren, wenn man ihnen am Wochenende um 6 Uhr ihre Milch gibt und ihnen erklärt, dass es noch Schlafenszeit ist und nach der Milch weiter geschlafen wird.

7. Nicht sofort springen! Ich schreibe deshalb absichtlich nicht „schreien lassen“, weil ich es hasse, wenn eines meiner Kinder schreit und sie ganz Gewiss niemals schreien lassen würde. Aber murren und schimpfen lasse ich sie Nachts auf jeden Fall! Aber das ist etwas, für das man sein Kind extrem gut kennen und v.a. seine Laute sehr gut verstehen und zuordnen können muss, was vor allem am Anfang sehr schwer ist. Vor allem muss man auch wissen, wie sich ein Kind beruhigt und was es braucht, um wieder ruhig einschlafen zu können. Unsere kleine Maus z.B. schläft wie ein Fels, aber wenn sie einmal wach wird (was zum Glück sehr selten vorkommt) steigert sie sich sofort rein und wird dann so hysterisch, dass sie sich übergeben muss. Bei ihr hilft auch nur eine Flasche Milch und zwar sofort, sonst schreit sie einem die Nachbarschaft zusammen! Aus diesem Grund springt auch gleich einer von uns in die Küche, sobald sie anfängt zu weinen und geht dann mit der Milch zu ihr (auf gar keinen Fall ohne Milch aufkreuzen!). Sobald die Milch getrunken ist, schläft sie einem schon auf dem Arm fast wieder ein und man kann super durchschlafen. 
Unser großer Spatz hingegen ist was das anbelangt etwas schwieriger und bei ihr heißt die Devise so lange wie möglich hinauszögern. Es fängt schon damit an zu hören, ob sie im Schlaf weint oder richtig wach ist. Weil wenn sie im Schlaf weint und man kommt rein weckt man sie, was sie verständlicher Weise überhaupt nicht mag. Die gleiche Taktik benötigt man, wenn sie nur kurz aufgewacht ist und noch bevor man selber von ihrem Weinen wach wird schon fast wieder schläft. Dabei ist es ganz wichtig ein oder zwei Minuten zu warten, da man sie, wenn man sofort hingehen würde, weckt. Das ist wie bei uns Erwachsenen ja auch so, wenn wir mal wach werden, gerade wieder am Einschlafen sind (bzw. gar nicht richtig wach warn) und dann richtig geweckt werden. Ich zumindest hasse diese Situation, weil ich dann für sehr lange Zeit nicht mehr einschlafen kann.
Und dann gibt es noch die sogenannten „Red flags“ bei denen schneller ich renne als der Blitz. Das ist zum Einen das „Ich habe Angst“- und das „Mir geht es nicht gut“-Schreien. Beides absolute Notfälle, da ich auf keinen Fall möchte, dass eines meiner Mädels mit Angst im Bett liegt oder ihr irgenwas passiert. Diese Schreiarten sind allerdings sehr eindeutig und sehr gut vom „Ich will aber nicht schlafen“- oder „Ich möchte etwas haben“- oder „Hol mich hier raus“-Schreien abzugrenzen. Bei diesen Schreiarten versuchen wir überhaupt nicht ins Zimmer reinzugehen, weil man sich, wenn man sie nicht mit zu sich ins Bett holt oder nicht ihrem Willen nachgibt, nur ihren Zorn abbekommt und dann ist für den Rest der Nacht überhaupt nicht mehr an schlafen zu denken!

8. Die Aussicht auf etwas Schönes! Am Wochenende zum Beispiel habe ich unserem großen Spatz erzählt, dass sie jetzt schön einschlafen soll und wenn sie aufwacht fahren wir zur Omi. Ihr glaubt gar nicht wie schön und problemlos die Mäuse ausschlafen, wenn sie solch eine Aussicht auf eine schöne Aktivität am nächsten Tag haben. Der einzige Nachteil ist, wenn sie nachts wach werden und man ihnen dann erklären muss, dass es leider noch nicht Tag ist.

So, ich hoffe, dass meine Tipps hilfreich waren! Bei uns haben sie auf jeden Fall sehr gut funktioniert und ich drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr bald auch ruhige Nächte haben werdet!

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