Doppelmami on tour – Urlaub mit Kleinkindern

Juhu,

ich bin wieder da!!! Bestimmt wundern sich jetzt einige von Euch, was ich damit meine, denn ich war doch die ganze Zeit da. Bloggermäßig war ich auch die ganze Zeit präsent, aber körperlich war ich das letzte Mal Anfang April richtig online und habe damals bis Mitte Juni fast alle Posts vorgebloggt, damit ich in Ruhe lernen und in Urlaub fahren kann!

Ja, Ihr habt Richtig gehört Familie Fliederfee war in ihrem ersten gemeinsamen Familienurlaub!!! Es war auch für Herr Fliederfee und mich der erste Urlaub seit 4 Jahren und wir hatten ihn sehr nötig. Wir hatten es in diesen 4 Jahren auch jedes Jahr vor zu fahren, aber es ist immer etwas dazwischen gekommen. 2012 haben wir mit dem Hausbau begonnen, 2013 kam Emma auf die Welt und 2014 hatte ich mein schriftliches Examen mit anschließendem PJ. Es war immer irgendetwas, aber als Sophie anfing, dass sie unbedingt mal in Urlaub muss, mussten wir schnell handeln 😉

Herr Fliederfee und ich haben uns im Vorfeld sehr lange Gedanken drüber gemacht, wohin es gehen sollte und wie wir den Urlaub besonders kindgerecht gestalten könnten. Wir haben uns letztendlich für ein Familienhotel an der Mecklenburger Seenplatte entschieden. Dort wollte ich schon sehr lange mal hinfahren und es hatte den großen Vorteil, dass wir sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückfahrt jedes Mal meine Großmütter besuchen konnten.

Wir hatten also unseren Urlaub bis aufs kleinste Detail durchgeplant, sind aber trotzdem mit sehr großen Bauchschmerzen losgefahren, denn wir wussten ja nicht, wie die Mädels auf solch eine lange Fahrt und den Tapetenwechsel reagieren würden. Denn gerade was das Autofahren betrifft sind die Mädels etwas schwierig und schaffen es je nach Tageslaune auch mal eine 15 Minuten Fahrt komplett durchzubrüllen. Und das 6 Stunden lang wäre alles andere als lustig gewesen.

Wir packen

Wir hofften einfach auf das Beste! Aber bereits beim Packen merkten wir, dass die Mädels komplett unterschiedlich auf die Veränderung reagierten. Während Sophie super lieb und aufgeregt war, war Emma extrem panisch, anhänglich und hatte riesige Angst davor zurückgelassen zu werden. Sie wollte die ganze Zeit getragen werden und schreite panisch, wenn man sie mal kurz abgesetzt hat. Dagegen halfen auch unsere ganzen Erklärungen nicht, sodass ich mit Emma auf dem Arm weiter packen musste.

Beim Packen hatte ich zeitweise das Gefühl, dass wir umziehen werden, da ich so viel einpacken musste. Aber für 10 Tage und zwei kleinen Mäusen braucht man einfach sehr viele Kleidung und Ersatzkleidung und Ersatzkleidung für die Ersatzkleidung (die trotzdem kaum reichen sollte). So summierten sich die Taschen und Koffer und ich war froh, dass wir einen recht großen Kombi haben, der trotzdem sehr voll war. Und dabei habe ich ein paar wichtige Sachen komplett vergessen gehabt, wobei am nervigsten war, dass ich zwar für die Kinder Ersatzkleidung mitgenommen habe, aber nicht dran gedacht habe, dass ich auch den ganzen Tag im Sandkasten sitzen werde und deshalb ein paar mehr Ersatzsachen für mich auch nicht schlecht gewesen wären. Dann mussten nur noch die Mädels und die gefühlten 1.000 Kuscheltiere im Auto verstaut und nur zwei mal umgekehrt werden – wie konnten wir auch Sophies Regenschirm vergessen, den sie letztendlich nicht einmal benutzt hat, der aber unbedingt mit musste –  bevor  es los gehen konnte.

Autofahren mit Kindern

Die Autofahrten liefen überraschend gut, denn die Mädels haben entweder geschlafen (90%) oder vergnügt aus dem Fenster geschaut (restliche 10%). Das hatten wir noch nie und wir führen es darauf zurück, dass wir auf den Rat einiger Bekannter gehört und Kinderlieder gehört haben. Die Mädels fanden es sooo klasse und wollten gar nichts anderes mehr hören. Herr Fliederfee und ich hatten ganz schön zu leiden und ich muss gestehen, dass ich heilfroh war, als wir am 1. Tag nach 6 Stunden Fahrt und dem gefühlten 1.000. Bananenbrot von Theo endlich angekommen sind. Aber den Kindern hat die Fahrt Spaß gemacht und da sie so viel geschlafen haben, ist ihnen auch gar nicht aufgefallen, dass Mama und Papa als Ausgleich während ihrer Schlafphasen etwas Sunrise Avenue gehört haben. Sonst hätte der arme Theo wirklich noch leiden müssen und währe samt seiner Bananen aus dem Auto geflogen.

Wir sind da

Die Besuche bei der Familie war super schön und die Mädels wurden von vorne bis hinten verwöhnt. Im Hotel ging es gleich weiter, denn wir hatten uns für ein sehr schönes Kinderhotel entschieden, das wie ein Dorf aufgebaut ist und in dem sich die Mädels frei bewegen konnten. Dort gab es natürlich auch tolle Spielplätze und ein Schwimmbad, sodass wir den ganzen Tag nur Kinderprogramm hatten und aus den Sandkästen kaum noch rausgekommen sind.
Wovor ich etwas Angst hatte waren die anderen Kinder und deren Eltern, aber sie waren alle sehr nett und es war beruhigend mit anzusehen, dass man nicht die einzigen Eltern mit schreienden und unartigen Kindern ist 🙂

Es haben sich auch die ein oder anderen kinderlosen Paare in das Familienhotel verirrt und während die Einen sehr positiv auf die vielen Kinder (und dem damit zwangsläufig verbundenen Lärmpegel) reagiert haben, waren manch Andere eher genervt. Mit den letztgenannten Paaren hatten Herr Fliederfee und ich allerdings wenig Mitleid, da sie sich ja freiwillig für dieses Hotel entschieden haben. Als kinderloses Paar bestand unsere Taktik beim Hotelaussuchen früher immer darin zu schauen, ob Kinder auf irgendwelchen Hotelfotos zu sehen waren. Waren Kinder darauf zu sehen gab das gleich mal ein paar Punkte Abzug und ein Kinderhotel wäre damals für uns sofort weggefallen. Denn man wollte sich in sehr ruhiger Umgebung entspannen und nicht den Lärm fremder Kinder hören. Jetzt nach einer Woche Kinderhotel kann ich unsere Taktik sehr gut nachvollziehen, denn Kinderhotels sind ja auch für uns Eltern extrem anstrengend und dabei sind es die eigenen Kinder, die so ein Radau veranstalten.

Urlaub in Zahlen
 

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und für Euch unseren Urlaub in Zahlen zusammengefasst:
– 3.600 Sekunden im Streichelzoo
– 3.400x beim Schaukeln anstoßen
– 105x mussten wir Sophie wieder ins Bett schicken
– 48x im Schwimmbad mit eines der Mädels Wasserrutsche rutschen
– 35x Emma beim Rutschen die Hände halten und mitrennen
– 25x einen Eismund abwischen
Wie Ihr seht, war das von vorne bis hinten ein Kinderurlaub und für uns Eltern eher anstrengend als erholsam! Denn gerade bei der Wasserrutsche gab es am Ende immer eine kleine Welle, die einem entgegenkommt. Und dadrüber durften wir unsere 12kg Mäuse jedes Mal heben, damit sie kein Wasser ins Gesicht bekommen. Aber egal wie kaputt Mama und Papa waren, am Ende kam immer wieder ein „Noch mal“.

Nach 7 Tagen Aufenthalte war unsere Zeit leider bereits vorbei und wir machten uns wieder auf die Heimreise. Ich denke, dass es den Mädels super viel Spaß gemacht hat und sie viel Neues gelernt haben. Für Herrn Fliederfee und mich war es v.a. anstrengend und wir könnten jetzt etwas Urlaub gebrauchen, in einem der Hotels von damals natürlich:-D

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3 Gedanken zu “Doppelmami on tour – Urlaub mit Kleinkindern

  1. Liebe Ela, ich hab' mich wiedergefunden ;-)! Auch wir machen jedes Jahr Urlaub im Familienhotel, wobei mich das Geschrei der anderen kein bisschen stört und ich dort auch ohne Kind hinfahren könnte, denn das kann ich kann ich komischerweise gut ausblenden und denke immer, hach…gut, dass es bei anderen genauso ist. Anstrengend ist es für uns aber auch jedesmal, aber die Kinder haben soviel Freude, dass wir einfach nicht anders können!
    Ganz liebe Grüße sendet Dir
    Sarah

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  2. Oha, ich hab uns glatt wiedererkannt im Bericht. Wir kommen auch gerade aus unserem Urlaub von der Nordsee zurück und könnten ebenfalls Urlaub gebrauchen. Der Kleine hatte superviel Spaß, aber uns Eltern hat es ganz schön viel Nerven und Kraft geraubt. Unfaßbar *lach*

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