Doppelmami on tour – kleine und große Notfälle

Ach je, als Doppelmami ist immer was los!
Denn gerade mit Zweien hat man das Gefühl, dass sie sich immer Absprechen und jeden Tag was Neues ist. An einem Tag trotzt der Eine, am Nächsten der Andere. An einem Tag denkt ein Mäuschen die Wand beschmieren zu müssen, am Nächsten die Andere. Es wäre ja auch zu schön mal einen ruhigen Tag zu haben…

Natürlich ist das Nachmachen bei uns auch etwas ganz Tolles und es muss regelmäßig ALLES nachgemacht werden. Lustigerweise wechseln sie sich auch dabei ab und so heckt mal die KleineFee einen Streich aus oder die MiniFee denkt sich irgendwas aus, was gleich übernommen werden muss.

Aber nicht nur bei den Streichen sind sich die Beiden einig und müssen alles zusammen bzw. nachmachen. Auch wenn eine der Beiden was Neues kann, muss die Andere sofort mitmachen. Das ist natürlich gar nicht so einfach, denn obwohl Beide fast gleich groß und fast gleich schwer sind, trennen sie nun mal 1,5 Jahre. Das mag MiniFee natürlich überhaupt nicht und reagiert regelmäßig mit Wutanfällen, wenn die KleineFee etwas hinbekommt, was bei ihr nicht klappt.

Einer dieser Streitpunkte ist aktuelle die Toilette! Die KleineFee hat es geschafft und ist jetzt seit ein paar Monaten trocken. Juhu, wir haben es geschafft! Und das nachdem ein Orthopäde meinte, dass sie zurückgeblieben sei, weil sie mit 3 Jahren noch Windeln an hatte. Dem werten Herren habe ich natürlich gleich mal ein paar Takte erzählt und weiter in Ruhe drauf gewartet, dass mein Kind von alleine damit anfängt. Ok, ich bin ja schon etwas fieß und habe deshalb nur Töpfchen in lila und rosa gekauft gehabt (wer will schon auf grüne Töpfchen gehen). Trotzdem hat sich meine KleineFee sehr lange Zeit gelassen, es aber dafür von Anfang an sehr gut gemacht. Die KleineFee ist einfach ein Kind, dass sich immer mit Sachen etwas länger Zeit lässt, es aber dafür gleich richtig kann. Und so kamen Herr Fliederfee und ich wenigstens nicht in den Genuss zerstörter Möbel und Teppiche.

Die MiniFee will jetzt natürlich auch, kann es aber noch nicht und findet auf dem Töpfchen sitzen dann auch jedes Mal richtig doof. Aus diesem Grund muss in solchen Situationen immer ihr KaTi ran und geht jedes Mal tapfer mit der großen Schwester aufs Töpfchen. Ihr glaubt gar nicht was dieses Tier (Schnuffeltuch mit Tierkopf – aber fragt mich jetzt bitte nicht was das für ein Tier ist!!! Irgendeine Mischung aus Schaf, Teddy und frag mich nicht) bereits alles hinter sich bringen musste und ich kann Euch schon gar nicht mehr sagen wie oft ich es schon gewaschen und desinfiziert habe. 

Trotzdem ist das trocken werden bei den Kleinen eine riesige Umstellung für Eltern und Kind. Denn wie schön waren die Zeiten, als man ohne Rücksicht auf die kindlichen Bedürfnisse Ausflüge und Unternehmungen machen konnte. Im Gepäck zwar immer eine Wickeltasche, aber dafür frei von panischen Toilettensuchaktionen. Und glaubt mir, diese können ganz schön brenzlig sein!

So waren die KleineFee und ich zusammen beim Augenarzt. Das war ein richtig toller Ausflug, da wir dank ihrer Augentropfen eine Stunde Zeit hatten und diese mit Eisessen verbracht hatten. Aber es musste geschehen was geschehen musste und kaum zurück in der Praxis musste Mausi auf einmal wohin. Zum Glück erst jetzt, dachte ich mir. Falsch gedacht, denn direkt in der Toilette angekommen entdeckten wir, dass die einzige Kabine besetzt ist. Beim Ausruf der KleinenFee, „dass es gleich läuft“ geriet ich etwas in Panik, da mir schlagartig bewusst wurde, dass ich keine Ersatzkleidung dabei hatte und wir nach Hause ja mit dem Zug fahren wollten (das Highlight für die KleineFee) und die Kabine noch immer besetzt war. Nicht minder in Panik entdeckte ich dann das Waschbecken und musste einfach tun, was eine Mutter in dieser Situation tun muss. Die KleineFee fand es super und ich habe die ganze Zeit nur gebetet, dass niemand reinkommt.

Es ging zum Glück und meiner großen Verwunderung alles gut und die KleineFee scheint es wohl vergessen zu haben, da sie es nicht noch mal erwähnt hatte. Sie fragt mich nur täglich, wann sie wieder zum Augenarzt darf, was hoffentlich nur am Eis und der Zugfahrt liegt.

Als Mutter hat man es einfach nicht leicht und gerät manchmal in Situationen, die man sich als Nicht-Mama niemals hätte träumen lassen.
Ich wünsche Euch eine schöne Woche,
Eure ela

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