Working mom – Es wird nicht besser, es wird anders ODER {Worte, die man einfach nicht hören mag}

Ach ja, wie liebe ich es! Man steht ganz verzweifelt an der Kasse mit zwei kleinen Kindern und ist total entnervt, dass weil Kind Nummer 1 den kompletten Einkauf durch geschrien hat. Besagtes Kind ist selbstredend 3 Jahre alt und macht aus jeder Kleinigkeit einen riesigen Trotzanfall. Man selbser hingegen zweifelt schon an seiner Zurechnungsfähigkeit, als man sich freiwillig für Kinder entschieden hat.

Nun kommt man nach solch einem Horrortag, den es mit einem 3-jährigen Kind ständig gibt, in die Gesellschaft von Müttern älterer Kinder und was bekommt man zu hören „Ach, das wird nicht besser. Das wird nur anders, aber nicht besser!“

Ich muss sagen, dass mich dieser Satz mittlerweile sogar wütend gemacht hat. Super, und warum habe ich mir dann Kinder angeschafft, wenn sie mir für den Rest meines Lebens mein Haus samt sämtlicher Möbel auseinander nehmen?!? Ich nirgends mehr hingehen mag, da ich weiß, dass jede Kleinigkeit meine kleine Bombe zum explodieren bringt und ich dann mit einem sich hysterisch auf dem Boden werfenden Kind darstehe und es einfach nur unter den Arm packen kann, da ich es sonst kein Millimeter mehr bewegt bekommen würde?!? Und das ich alle Badezimmertüren für alle Zeiten abschließen kann, weil sonst ein bis zwei (oder gar mehr) kleine Künstler denken meine Dusche mit Zahnpasta zu putzen, das kleine Geschwisterchen mit ca. 10cm dicker Penaten-Creme einzucremen oder mit Mamas rotem Lippenstift den kompletten Toilettensitz zu beschmieren?!?

Und genau nach solch einem Tag dann an eine Gruppe Mütter zu geraten, deren ältere Kinder bereits vernünftig miteinander spielen und die ganz entspannt darsitzen, während Du schweißgebadet damit beschäftigt bist eine Katastrophe nach der Anderen abzuwenden.

Ja, damals hat mich das recht wütend gemacht, aber jetzt nachdem Nr. 2 in der Trotzphase ist kann ich dem Ganzen viel gelassener entgegen sehen und Euch beruhigen: ES WIRD BESSER!!!!

Ja ok, ich gebe es zu, es wird auch anders, aber vor allem auch einfacher. Ja, ich kann mich wirklich 1,5 Jahre nach meinem ersten Trotzkind und inmitten der zweiten Trotzphase wirklich ganz ruhig hinsetzten und Euch ermutigen. Ja, wirklich!!!

Ich muss gestehen, dass das derzeit sogar das angenehmste Alter ist, dass wir je mit unserer KleinenFee hatten. Ok, ihre Frühchenphase war absolut bescheiden, sodass ich auch bei so ganz kleinen Würmchen immer Panik habe etwas kaputt zu machen. Dann kommt ein recht schönes Alter, in dem man mit ihnen bereits Sachen machen kann, aber sie noch nicht ganz so mobil sind. Und dann kommt sie, die furchtbarste aller Trotzphasen! Sie beginnt häufig bereits zum 1. Mal mit 18 Monaten, aber der Höhepunkt kommt mit 3 Jahren.

Während unsere KleineFee jede Phase mit einem riesigen Drama durchlaufen hat, ist unsere MiniFee schon immer wesentlich einfacher und tiefenentspannter gewesen. Zähnen?!? Da wurde mal eine halbe Nacht etwas gequängelt und schon war das Zähnchen draußen. Trotzphasen? Gab es vielleicht mal mit 18 Monaten für 2 bis 3 Tage eine etwas schlechtere Laune, aber das wars auch schon. Das waren noch schöne Zeiten, denn die Trotzphase mit 3 Jahren nimmt auch unsere MiniFee richtig gut mit Wutanfällen und Schreikrämpfen mit.

Das macht mir allerdings dieses Mal nicht halb so viel aus wie bei meiner KleinenFee. Zum Einen, weil ich nach der 1. überstandenen Trotzphase weiß, dass auch die schlimmste Phase mal enden wird und zum Anderen, weil ich weiß, wie toll die anschließende Zeit sein wird!

Das ist nämlich die Zeit, in der man den Kleinen die Welt erklären kann. Sie wollen alles erklärt bekommen und ganz genau wissen. Stellen viele Fragen, hören aufmerksam zu und es kommt immer häufiger vor, dass sie auch das machen, wass sie sollen bzw. dass sie das bleiben lassen, was sie nicht machen sollen.

Sie machen in dieser schwierigen Zeit einfach einen riesigen Sprung, über den ich mich bei meiner KleinenFee fast täglich freue. Wir lesen zusammen Bücher, erkunden die Welt, lösen Vorschul-Aufgaben, diskutieren über Uneinigkeiten und häufig liegen wir einfach nur da und unterhalten uns.

Natürlich weiß ich, dass diese angenehme Phase nicht für immer anhalten wird und dass spätestens mit dem Schulbeginn der nächste große Schub bevor steht. Aber trotzdem bin ich optimistisch, da ich bis jetzt noch nie ein 6-jähriges Kind schreiend auf dem Boden hab strampeln liegen sehen!

Aus diesem Grund kann ich Euch beruhigen, dass es besser wird! Anders und besser! Vielleicht auch oft noch schwierig, aber auch Ihr werdet auch wieder bei Feiern richtig mitfeiern können, ohne pausenlos Kleinkindern hinterherrennen zu müssen.

In unserem Umfeld gibt es derzeit wieder einige kleine Babys. Und ich muss sagen, dass es mich gerade doch sehr erleichtert zu sehen, wie sie bei Feiern mit ihren Kleinen eingespannt sind und kaum etwas von der Feier mitbekommen. Und ich?!? Ich sitze da und schaue ab und an nach, ob meine Kleinen noch zusammen ihr Spiel spielen oder malen. Ganz entspannt und mit dem guten Gewissen, dass es doch einfacher geworden ist!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ganz viel Nerven, falls sich Eure Kleinen gerade in der Trotzphase befinden.
Wir schaffen das!
Eure ela

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