Doppelmami on tour {Hilfe, die Minions kommen}

Hallo Ihr Lieben,

Juhu, ich habe es geschafft! Ich habe den 3. Geburtstag meiner MiniFee überstanden! Ok, der 3. Geburstag ist auch noch recht einfach, da die Eltern bzw. eher Mütter mit dabei sind und man die Kleinen noch recht einfach bespaßt bekommt. Oh, ein Trampolin… und der Tag war gerettet 😉

Meine MiniFee ist so ein großer Minions-Fan, dass ich mir zum Ziel gemacht hatte eine tolle Minions-Party für sie zu veranstalten. Mit den Einladungskarten (klick hier) konnte ich auf jeden Fall schon mal richtig punkten, aber jeder der mich kennt weiß, dass es dann bei mir so langsam schon aufhört. Denn wie will man eine super, tuper Party veranstalten, wenn man weder backen, noch kochen kann?!?

Aber was soll ich sagen, ich habe es trotzdem geschafft, eine tolle Party für meine Maus auf die Beine zu stellen. Und nein, ich habe keinen Partyservice angeheuert, sondern es wirklich und wahrhaftig alleine gemacht! Ok, eine Kuchenbackmischung habe ich genommen, aber den Rollfondant ganz alleine {mit HerrnFliederfees Muskelkraft} ausgerollt und anschließend mit Ausstechern {Weihnachtsbäckerei sei dank} ausgestochen und dekoriert. Ach, was bin ich stolz auf meine Glanzleistung! Und ich finde, dass er mir sogar noch ganz gut gelungen ist:

Ok, nicht ganz perfekt, aber ich bin trotzdem stolz drauf 😀
Und die Kleinen fanden ihn ganz toll und haben reingehauen, was ja eigentlich die Hauptsache ist.

Heutzutage ist es auch üblich, dass bereits bei den ganz Kleinen am Ende Gastgeschenke verteilt werden. Vor meinen Mädels kannte ich das nur von Hochzeiten, aber man lernt ja nie aus. Da ich allerdings nicht so der Freund vom Ausmaß dieser Geschenke bin, habe ich mir eine kleine Besonderheit überlegt gehabt. Minion-Täschchen!

In diese Täschchen passt „leider“ nicht ganz so viel, was mir aber gerade recht war und den Kleinen ist es zum Glück auch nicht negativ aufgefallen. Denn dafür waren sie zu sehr mit den Verpackungen beschäftigt 😉

Puh, jetzt muss ich mich aber erst einmal ein paar Monate von der Party ausruhen. Aber leider ist nach der Party vor der Party und so muss ich mir bereits Gedanken über KleineFees Eisköniginnen-Party machen. Ich befürchte, dass ich bei den 5- bis 6-Jährigen nicht ganz so einfach davon kommen werde. Das macht aber auch nichts, da man ja mit seinen Aufgaben wächst und Pinterest zum Glück voller toller Ideen ist *hüstel*

So, dann gehe ich am Besten schon mal stöbern und planen. Denn wie Weihnachten überraschen einen solche Geburtstage dann doch immer ganz unvorbereitet.
Viele liebe Grüße.
Eure ela

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Doppelmami on tour {Ein Haus voller Elsas, Annas und Minions}

Meine Mädels schaffen mich!!!
Ich war jetzt eine Woche mit ihnen alleine, da sich HerrFliederfee ganz geschickt auf eine einwöchige Geschäftsreise begeben hat. Die Mädels und ich haben die Zeit alleine zwar recht gut hinbekommen, aber jetzt bin ich trotzdem etwas matschig im Kopf!

Dabei bin ich ja eigentlich schon einiges gewohnt mit meinen beiden Zickchen. Denn jeden Morgen gibt es Diskussionen bezüglich des Outfits. Während Jungs wahrscheinlich zur Begrüßung erst einmal die Legokiste umwerfen ist bei uns die allererste Frage {noch vor dem Augen öffnen} was ich zum Anziehen rausgelegt habe.

Mädchen-Mütter wissen wahrscheinlich schon was das bedeutet!?! Es gibt eigentlich nur 3-4 Outfits, mit denen ich bei meinen Beiden punkten könnte und der Tag gerettet ist. Das wäre bei KleineFee ein rosa oder pinkfarbenes Kleid und bei MiniFee ein Minion-Oberteil.

Bei allem anderen habe ich gelitten und darf mir erst einmal riesiges Geschrei anhören – und das am frühen Morgen ohne Kaffee!!! Da muss ich erst einmal tief durchatmen, da man ja auch nicht gleich am frühen Morgen schimpfen möchte {das hebe ich mir immer lieber fürs Jacke anziehen auf 😉 }. Mit viel Geweine und taktischen Verhandlungen meinerseits, habe ich dann die Mädels meist so nach 20 bis 120 Minuten für den Tag fertig.

Aber wie schon erwähnt habe ich ja zwei kleine Zicken zu Hause und deshalb ist spätestens bis zum Kindergarten der erste Schreikrampf vorprogrammiert! Sei es, weil die Eine bei der Anderen einsteigen will und natürlich jeder als Erstes. Oder weil die Jacke doof ist. Die Schuhe drücken. Eine Fliege auf der Stufe sitzt. Oder!!! Ganz großes Drama!!! Ich sie mit dem falschen Namen angesprochen habe!!!

Ja, wie konnte ich mich denn auch erdreisten und einen Namen für meine Mädels aussuchen! Das geht doch gar nicht und wird seit einiger Zeit strikt abgelehnt. Elsa heißt die junge Dame und damit basta. Und wenn ich was anderes sage, lüge ich!

Ok, also heißt die junge Dame nun Elsa und alle Anderen sind Annas! Ja, wirklich alle!!! Ich, alle Omas, alle Opas, alle Freundinnnen und auch Freunde aus dem Kindergarten. Da werden aus kleinen Jungs mal ganz schnell Annas gemacht, denn es gibt natürlich ganz viele Annas und nur eine Elsa. Ist doch logisch, oder!?! Nur die Mama ist zu doof und wagt es trotzdem noch immer den richtigen {äh, natürlich falschen} Namen zu sagen. Geburtsurkunde hin oder her.

Aber meine KleineFee ist ja auch mittlerweile recht diplomatisch und hat sich eine ganz gute Taktik überlegt, wie sie dem Namensproblem aus dem Weg gehen könnte. Mit 4 Jahren heißt sie Elsa, mit 5 Jahren Liliefee, mit 6 kommt dann für ein Jahr ihr richtiger Name dran und dann geht es wieder mit Elsa von vorne los.

Keine Ahnung wie sie auf diese Regelung gekommen ist. Vielleicht hegt sie die leise Hoffnung, dass ich bis zu ihrem 6. Geburtstag schon leicht senil bin und mich nicht mehr dran erinnern kann. Wäre ja auch nicht verwunderlich, denn schließlich muss man für mein Alter auch bereits zwei Zahlen schreiben 😉

Und so lass ich mich derzeit täglich von einem Dreikäsehoch Anna nennen und kann nichts weiter dagegen machen, als die Augen zu verdrehen und mir immer wieder zu sagen, dass das nur eine Phase ist *Ohm*!

Zum Glück stand mir die ganze Zeit immer noch meine MiniFee zur Seite, die immer ganz entsetzt geantwortet hat, dass sie keine Anna, sondern eine … sei. Das war immer so süß, weil sie es überhaupt nicht verstehen konnte, warum ihre große Schwester auf einmal ihren Namen nicht mehr weiß.

Leider ist meine kleine MiniFee jetzt auch schon ein großes Kindergartenkind und vor allem im Kindergarten bekommt man besonders viele Floskeln in den Kopf gesetzt. So musste es auch kommen, dass sie nach ihrer ersten Woche im Kindergarten auch nicht mehr geantwortet hat, dass sie eine …, sondern dass sie ein Minion ist.

Ok, das saß tief! Und seitdem versuche ich mich irgendwie zwischen der Elsa- und der Minions-Front durchzukämpfen, ohne allzu vielen Schaden abzubekommen.

Zum Glück bin ich von Natur aus nicht ganz so sensibel.Und so sage ich ihnen auch, dass sie für mich so heißen, wie ich sie damals im Krankenhaus genannt habe und damit basta.
Das anschließende Geschrei versuche ich dann immer mit meinem *Ohm* auszublenden und wenn das nichts hilft, gibt es ja zum Glück immer noch Schokolade. Die rettet mich durch jede Anna- und Elsa- und jetzt auch noch Minions-Phase!

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch eine tolle Woche!
*Ohm* es ist nur eine Phase!
Eure ela

Doppelmami on tour – {My healthy life} Aller Anfang ist schwer

Guten Morgen,

Oh je, es ist geschehen, ich musste umdenken! Dauermüdigkeit und  Antriebslosigkeit hatten mich ursprünglich an eine Schilddrüsenunterfunktion denken lassen. Doch nachdem die Schilddrüse abgeklärt und als unauffällig befundet wurde, hatte mir mein Hausarzt einen großen Tipp gegeben. Er hätte diese Probleme das Jahr zuvor auch gehabt und sich angefangen ausschließlich vegan zu ernähren. Er hatte es ursprünglich als 4-wöchige Kur begonnen gehabt, aber es tat ihm so gut, dass er sich seitdem komplett vegan ernährt. Er fühle sich seitdem wesentlich besser und habe nebenbei in wenigen Wochen 25 Kilo abgenommen.

Natürlich bin ich sofort hellhörig geworden. Gewichtsabnahme und sich besser fühlen hört sich doch super an. Schon fast zu schön, um wahr zu sein. Und eine vegane Kur hörte sich angesichts meiner langen Zeit als Veggetarierin auch nicht so schwierig an.

Also wagte ich es und kaufte mir zwei tolle vegane Kochbücher. Beim durchblättern meiner Rezeptesammlung stellte ich dann auch bereits fest, wie viele meiner Lieblingsrezepte doch vegetarisch und vegan sind. So schwer konnte das dann doch nicht sein, oder?!?

Ich startete bereits am selben Tag in meinen Versuch mich vegan zu ernähren und ging erst einmal gesunde Lebensmittel einkaufen. Und ich muss sagen, dass es mir von vornherein sehr gut getan hat. Ich fühlte mich besser und habe ebenfalls in kürzester Zeit ein paar Kilos abgenommen. Die Hauptmahlzeiten fielen mir auch von Anfang an recht einfach und ließen sich super umsetzten. Leider waren bei mir die Snacks das Problem, denn gerade dabei fiel mir auf, wie oft ich gerade dann Milchprodukte zu mir nehme. Hier ein Jogurt, dort ein Müsli mit Milch. Alles eigentlich recht gesund, aber ausschließlich Milchprodukte.

Aber auch dafür gibt es einige super Dinge, die man mal schnell in den Mund schieben kann, wenn einem der Heißhunger auf Süßes überkommt. Hier ein paar Apfel-Chips oder mal ein paar Nüsse. Alles super lecker und super gesund.

Mir war aber ehrlich gesagt von Anfang an klar, dass ich mich nicht für den Rest meines Lebens ausschließlich vegan ernähren werde. Dafür liebe ich meine Spargel mit Pfannkuchen doch einfach zu sehr. Ich habe es eher als Art Experiment und Ernährungsumstellung gesehen und war froh über jeden Tag, an dem ich mich super gesund ernährt habe. Denn auch wenn ich mich nicht ausschließlich vegan ernähren kann oder möchte, so ist doch jeder Tag für meine Gesundheit wichtig gewesen. Und ich gebe es ganz ehrlich zu, dass ich ein ganz großes Laster habe: SÜßIGKEITEN!!! Wer meinen Blog kennt wird sich bestimmt von Anfang an gefragt haben, wie ich es denn bitteschön mit meiner Sucht gehandhabt habe. Ja, ich habe es ganze 3 Wochen geschafft komplett auf Süßes zu verzichten und es hat sich richtig gut angefühlt und vor allem habe ich noch nie in meinem Leben so schnell abgenommen. Ich weiß jetzt also, wo meine Nicht-Model-Figur herkommt 😉

Nun hat mich aber leider mein Arbeitsalltag wieder und ich muss sagen, dass sich das vegane Leben zwischen Kantinenessen und Fast-Abendbrot recht schwierig gestalten lässt. Aber ich versuche es in kleinen Schritten und bin froh über jeden Erfolg. So habe ich in meiner Süßigkeitenschublade auf Arbeit immer eine Dose mit Weintrauben und kleinen Apfelstückchen für den Heihunger zwischendurch. Und in der Kantine versuche ich immer „Trockenes“ wie Reis mit Broccoli ohne Soße zu essen und Abends dann einen leckeren Salat als Abendbrot. Wenn die Mädels am Wochenende ihre Laugenbrezel mit Butter beschmieren, greife ich lieber zum Zucchini-Aufstrich.

Das sind zwar nur kleine Erfolge, aber für mich doch bereits große Schritte, die mir einfach gut tun. Nur jetzt arbeite ich am nächsten großen Schritt: Ich will meine Süßigkeitenzufuhr auf einen Riegel am Tag minimieren! Und das mir! Ein riesiger Schritt und ich bin schon sehr gespannt, wie und ob ich das schaffen werde…

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen gesunden Tag,
Eure ela

P.S.: Beim nächsten Mal {My healthy life} möchte ich Euch ein paar etwas andere Möglichkeiten der Bewegung vorstellen. Ihr dürft gespannt sein 😉

Doppelmami on tour {Die grausame Wahrheit}

Es ist soweit und ich kann es nicht verheimlichen: Ich bin zu einer schimpfenden Spielplatz-Mutter mutiert!!!

Kennt Ihr das auch noch aus Eurer Kindheit? Diese Mütter, die einen einfach so angemeckert haben? Aus seiner eigenen Sicht grundlos, denn was kann man denn dafür, dass deren Baby hier noch nicht richtig hochkommt oder das noch nicht richtig kann?

Aber nun ist es geschehen: Am Mittwoch tanzte meine KleineFee zufrieden im Ballettunterricht, während ich mit MiniFee auf den Spielplatz gegangen bin. MiniFee kann mit ihren 3 Jahren zwar schon sehr viel {vor allem reden}, aber dann doch nicht alles {vor allem sportlich ist sie etwas hinten dran – eine Gemütliche eben}. Trotzdem wollte meine MiniFee gerne die Treppe hochklettern und anschließend die Rutsche runter rutschen. Leider gab es auf diesem Spielplatz einige Halbwüchsige, die dachten der Spielplatz gehöre ihnen und keine Rücksicht auf die Kleineren genommen haben. Als sich dann noch einer dieser Halbwüchsigen an meiner MiniFee vorbei drängeln wollte und sie dabei fast von der Treppe geschubst hätte, ist es geschehen, ich habe ihn angemeckert, dass MiniFee zuerst dran war und er auch Rücksicht auf die Kleineren zu nehmen hat, die auch auf diesem Spielplatz spielen möchten.

Er war dann ganz brav und hat sie sowohl hochklettern, als auch rutschen lassen, aber sein Blick hat mich fast umgehauen und hat mir gezeigt, dass ich zu einer dieser schimpfenden Spielplatz-Mütter mutiert bin. Diese, die man als Kind hasste, da sie immer nur an die Kleinen gedacht haben und nicht verstehen wollten, dass man selber doch viel cooler war und es viel besser konnte und es doch gar nicht nötig hatte auf die Kleinen Rücksicht zu nehmen.

Aber das schlimmste daran ist, dass diese Mütter damals so ALT aussahen!!! Und das kann ja wohl mal gar nicht sein!!! Ich bin nicht alt, ich stehe in der Blüte meines Lebens. Knackige 33 Jahre, was soll denn bitte schön daran alt sein? Und ich habe keine {ok, ich gebe es zu – kaum} Falten! Und vor allem ziehe ich mich nicht so furchtbar an wie die älteren Damen damals. Oder?!?

Kann es sein, dass ich doch zu einer alten Mecker-Mutter geworden bin und diese Jugendlichen mich wirklich alt finden?!? Und das in der Blüte meines Lebens? Ok, ich muss zugeben, dass ich etwas überrascht war, als ich die Tage in einer Zeitung gelesen habe, dass die 33-jährigen die Glücklichsten unseres Landes sein. Und ich habe mir ständig eingeredet, dass es besser wird, wenn die Kleinen etwas größer sind und ich vielleicht mal 5 Minuten für mich hätte. Oder gar mal alleine auf Toilette gehen könnte, ohne dass ein Ablenkungsmanöver von HerrnFliederfee durchgeführt werden muss {dass eh meist nicht klappt und mir dann doch wieder Beide ganz interessiert gegenüber sitzen}. Da ich auch mein erstes Kind perfekt im  Durschnitt mit 29 Jahren bekommen habe, kann es auch nicht daran liegen, dass deren Kinder vielleicht schon größer sind. Aber ok, ich gehöre zu der glücklichsten Altersschicht in Deutschland und merke es kaum, sehr frustierend!

Aber zurück zu meinem eigentlichen Problem: Ich bin keine alte Mecker-Mutter!!! Das mag ich ganz deutlich klar stellen! Ich tanze Ballett, komme auch mit 33 Jahren noch mühelos auf den Boden, gehe gerne abends weg {ok, nicht mehr bis 3 Uhr nachts, wie früher, aber immerhin bis 23 Uhr} und lache gerne! Und ich ziehe mich auch nicht fruchtbar an und sehe nicht alt aus.

So, das wollte ich mal gesagt haben, auch wenn ich ganz genau weiß, dass diese Halbwüchsigen das eh nicht lesen werden. Bloggen ist bestimmt schon wieder uncool! Genauso wie Instagram und Twitter. Alles uncool!

Was sie heutzutage so machen kann ich Euch leider auch nicht sagen, da ich zum Glück aus dem Alter draußen bin, in dem man jedem Trend hinterherrennen muss und immer darauf bedacht ist Anderen zu gefallen. Mein Outfit sieht doof aus, meine Haare sind zu struppig und die Falten lassen sich auch nicht mehr weglächeln?!? So what, mir doch egal! Ich fühle mich wohl in meiner kleinen Haut mit den struppeligen Haaren und wenn ich deshalb eine olle Mecker-Mutter bin, dann ist das auch ok. Denn ich weiß zum Glück, dass es viel cooler ist selbstbewusste 33 Jahre als zu sein, als ein wankelmütiger Teenager! Und ich habe eine ganz tolle Familie und zwei zuckersüße {wenn auch anstrengende} Feen, die es verdient haben, dass man für Ihre Rechte auf der Rutsch meckert, auch wenn ich mich damit uncool und unbeliebt mache!

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch eine tolle Woche.
Viele liebe Grüße,
Eure FamilieFliederfee

Doppelmami on tour – Lügen haben {sehr} kurze Beine

Guten Morgen,

das Osterfest liegt hinter uns und es war wieder eine Herausforderung für uns Eltern. Gar nicht mal, weil die lieben Kleinen unartig oder anstregend waren, sondern weil sie so viele Fragen gestellt haben! Wo wohnt der Osterhase? Warum verteilt er bunte Eier? Wieso können wir ihn nicht sehen? Und warum sind normale Hasen viel kleiner und verteilen keine Eier?  Warum kommt der Osterhase zu allen Omas und Opas extra und warum müssen wir uns anschließend bei den Großen bedanken???

Fragen über Fragen, auf die wir Eltern selber keine Antworten wissen. Und vor allem glauben wir Erwachsenen ja gar nicht an den Osterhasen. Wir wissen, dass nicht er die die Süßigkeiten und Ostereier versteckt, sondern wir. Aber nun stehen zwei kleine Knirpse vor einem und wollen das alles ganz genau wissen. Und man kann ja schlecht in ihre kleinen, süßen Augen schauen und ihnen mitteilen, dass es den Osterhasen überhaupt nicht gibt. ÜBERALL gibt es den Osterhasen und er ist überall präsent. Also wie könnte man sich dann hinstellen und seinen Kindern die brutale Wahrheit sagen?!? Dass es weder Osterhase noch Weihnachtsmann gibt!?!

Nein, ich könnte das nicht und deshalb mache ich das, was alle liebevollen Eltern machen: Ich lüge! Mal Hand aufs Herz, darin sind wir Eltern doch eh schon geübt!

Mami, warum liegt die Katze neben der Autobahn??? Sie schläft ganz tief und fest!
Mami, …s Opa ist gestorben, wo ist er jetzt??? Im Himmel (in der Hoffnung, dass es vielleicht doch etwas stimmen mag).
Mami, ich habe Angst, dass der Maulwurf ins Haus kommt während ich schlafe?!? Keine Angst, der kommt hier nicht rein! Die Tür ist abschlossen, die Alarmanlage an und außerdem ist der Maulwurf viel zu dreckig, den würde die Mami gleich wieder rauswerfen: „Nein, nein, der ist uns zu deckig und darf hier nicht rein“!

Und natürlich die Feiertagsklassiker:
Mami, warum sehen wir den Weihnachtsmann / Christkind / Osterhasen nie??? Weil sie so extrem schüchtern / scheu sind!
Mami, warum müssen wir brav sein??? Weil alle Erwachsenen einen guten Draht zum Weihnachtsmann / Christkind / Osterhase haben. Wir telefonieren oft und würden es ihnen dann erzählen!
Mami, warum müssen wir uns bei Oma / Opa / Tante / Onkel,.. für die Geschenke bedanken, die der Weihnachtsmann / Christkind / Osterhase gebracht hat??? Weil Oma / Opa / Tante / Onkel,.. sie für Euch beim Weihnachtsmann / Christkind / Osterhase bestellt haben!

Ja, wie Ihr sehen könnt, sind es immer die gleichen Fragen und immer die gleichen Antworten. Zum Glück liegen zwischen den Feiertagen meist ein paar Monate und bis jetzt können sich die Mädels noch nicht an die Antworten vom anderen Fest erinnern.

Aber ich muss gestehen, dass ich manchmal ein echt schlechtes Gewissen deshalb habe. Wir predigen unseren Kindern ständig, dass man nicht lügen soll und selber machen wir es so oft! Mami, warum riechst Du nach Schokolade?!? Ich rieche immer so!

Stets und ständig rutscht uns solch eine kleine Flunkerei raus, teils gewollt, teils ungewollt. Und dabei wollen wir unseren Kindern doch eigentlich die Welt erklären und sie darauf vorbereiten.

Das habe ich mir auch seit Ostern wieder vermehrt vorgenommen und bin derzeit sehr stolz auf mich. Heute zum Beispiel fragte mich meine KleineFee auf den Weg zum Kindergarten, warum ich an der Scheibe so eine grüne 4 habe. Ich wollte ihr eigentlich erklären, dass alte Autos eine rote Plakete bekommen und Neue eine grüne und die mit der Roten nicht überall reinfahren dürfen. Aber ich habe mich an meinen Vorsatz erinnert und deshalb geantwortet, dass das Feinstaubplaketen sein und man daran erkennt, was für Abgase aus dem Auto kommen. Und je nach Plakete dürfen die Autos nicht mehr überall hinfahren. Ach, ich war so stolz auf mich und meine ehrliche Antwort. Erst später ist mir allerdings bewusst geworden, dass meine kleine 4-jährige Fee nach der Hälfte meiner Erklärung angefangen hat ein Kinderlied zu singen.

Naja, aber ich habe es immerhin versucht und bin schon jetzt dabei mir die Entstehung des Osterbrauches anzueignen, um nächstes Jahr an Ostern ein paar bessere Antworten parat zu haben. Für Weihnachten weiß ich schon ein paar gute Antworten (u.a. wir bekommen deshalb Geschenke zu Weihnachten, weil es der Geburtstag von Jesus ist und bei Elias Geburtstagsfeier habt ihr ja auch Gastgeschenke erhalten).  So, nun hoffe ich, dass an Weihnachten wieder die gleichen Fragen kommen werden wie letztes Jahr, sonst muss ich mir spontan neue Wahrheiten überlegen 😀
In diesem Sinne wünsche ich Euch noch eine schöne Woche mit vielen kindgerechten Wahrheiten.
Viele liebe Grüße,
Eure FamileFliederfee

Doppelmami on tour – Gesunde Ernährung will gelernt sein

Puh, das mit der guten Ernährung ist echt so eine Sache, vor allem wenn man so eine schokoladensüchtige Maus ist wie ich. Das bringt einen mit Kindern in eine echte Bedroille. Auf der einen Seite merke ich, dass sie Süßigkeiten  genauso sehr lieben wie ich, aber auf der anderen Seite möchte ich vor allem, dass sie sich gesund ernähren und einfach  nicht schokosüchtig werden wie ich.

Ich  habe mir sehr lange darüber Gedanken gemacht, wie wir das nun regeln könnten. Dabei bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wie bei allem im Leben ein Mittelmaß nicht schlecht sein könnte. Sie bekommen im Kindergarten vormittags zu ihrem Frühstück immer noch Gurke dazu und als Mittagssnack Obst jeglicher Art. Am Wochenende gibt es dann neben der Gurke immer noch einen Obst-Teller, von dem sie sich bedienen können.  Nachmittags gibt es dann meist einen Fruchtjogurt und anschließend dürfen sie sich etwas Süßes aussuchen. Das Obst wird vor allem von MiniFee gierig verschlungen und meistens halten die Obst-Teller nicht allzu lange. KleineFee ist generell eine nicht ganz so gute Esserin {außer es gibt Nudeln} und so isst sie auch vom Obst immer nur spärlich {außer es gibt Beeren}.

Ansonsten halten wir, ganz altertümlich, an gemeinsamen Mahlzeiten fest. Am Wochenende ist das auch gar kein Problem, aber unter der Woche ist es meist so, dass die Mädels essen und Herr Fliederfee, der in der Zeit immer erst von der Arbeit Heim kommt und ich ihnen Gesellschaft leisten. So ist die ganze Familie zusammen und niemand muss alleine essen. Dafür genießen wir die gemeinsamen Mahlzeiten am Wochenende umso mehr. Wir {ähm, HerrFliederfee und die Mädels} kochen dann gemeinsam und wir essen es mal mehr, mal weniger gemütlich zusammen. Das ist bei den Mädels schon komplett verankert und häufig fragen sie bereits nach dem Kaffee HerrnFliederfee, wann er denn das Abendessen kocht. Sehr süß, aber für mich auch sehr wichtig, dass sie lernen, dass sich auch Männer im Haushalt betätigen können und nicht immer nur die Frauen putzen und kochen müssen. Ich steuer zum Abendessen dann allerdings immer die Idee für die Gemüsebeilage bei, die dann auch immer netterweise umgesetzt wird.

Ihr denkt Euch jetzt bestimmt, dass sich das doch alles ganz toll anhört und doch alles in Butter ist! Nee, denkste! Denn wie bereits erwähnt bin ich leider schokoladensüchtig und habe irgendwie regelmäßig das Bedürfnis nach etwas Süßem. Das ist zwar dank der Mädels, unseren Obst-Tellern und meinem Hang zu Smoothies schon wesentlich besser geworden, aber trotzdem überkommt mich so ein bis zwei Mal am Tag dieser Heißhunger nach was zu naschen. Und da fängt das Problem an, denn ich habe ja zwei aufgeweckte Kleinkinder an meiner Seite. Die spüren instinktiv 10km gegen den Wind, dass Mama sich was Süßes holt und weichen nicht mehr von meiner Seite, weil sie auch etwas abhaben wollen. An guten Tagen klappt es sogar, dass ich mir in einer ruhigen Minute unbemerkt etwas Schokolade gönnen kann. Aber selbst diese Freude hält nicht lange an, denn entweder verpetzt mich HerrFliederfee dann imme liebend gerne {ja, mein werter Göttergatte ist so gemein} oder die Mädels riechen meine Schandtat. Riechen?!? Oh ja, sie riechen es und fragen mich dann immer, warum ich nach Schokolade rieche. Als geübte Mama zweier Kleinkinder bin ich natürlich um keine Ausrede verlegen und habe ganz spontan geantwortet, dass ich einfach immer so rieche und das Ganz normal sei. Bis jetzt glauben es mir zum Glück Beide und ich hoffe, dass es noch eine ganze Weile so sein wird.

Als Mama entwickelt man einige Eigenschaften, die man an sich nie für möglich gehalten hätte. Aber mehr dazu in ein paar Wochen.Jetzt muss ich nämlich erst noch die Tatsache ausnutzen, dass beide Mädels im KiGa sind und ich freien Zugang zur Schokolade habe. Natürlich trinke ich dabei meinen Smoothie und rede mir ein, dass das ja dann alles Gesund sei. Meine armen Kinder! Kaum zu glauben, dass ich ihr Vorbild sein soll 😉

Doppelmami on Tour – 10 Dinge, die ich als Mutter NIE machen wollte {und jetzt doch mache}

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass ich als Mutter eher cool werden würde. Top gestylt, tiefenentspannt und einfach anders als viele der anderen Mütter. Das dachte ich und dann kamen meine beiden Mädels auf die Welt und nun mache ich genau die Dinge, die ich eigentlich als Mutter nie machen wollte.

1) Hysterie unterstützen! Ich habe das Bild im Kopf von kleinen Mädchen, die alle wie Prinzessinen aussehen wollten. Rosane Natürlich! Wir haben unsere Mädels auch lange vom „Eiskönigin“-Fieber fern halten können, aber das ist leider kaum möchtlich. Im KiGa sieht man überall nur noch Anna und Elsa Gesichter. Auf Trinkflaschen, Jacken, Turnbeutel, Stiften, Kostümen,… Es ist kaum zu glauben, was es alles damit gibt. Und gerade jetzt an Fasching sind alle Mädchen zwischen 3 und 6 entweder Elsa oder eine Prinzessin. Irgendwann haben die Mädels mal einen Schlafanzug mit den Beiden drauf geschenkt bekommen, dann einen Spiegel, einen Kamm und spätestens damit war das Fieber schneller entfacht, als wie Eltern uns umschauen konnten. Von da an musste alles mit „Eiskönigin“ sein, denn sonst waren die Tränen groß. Aber da HerrFliederfee und ich diese Hysterie nicht noch  unterstützen wollten, haben wir einfach behauptet, dass die gewöhnlichen Handschuhe Anna-Handschuhe, die gewöhnlichen Hausschuhe Elsa-Hausschuhen und die gewöhnlichen Jacken ganz gewiss Eisköniginnen-Jacken sein. Dieses Spiel kann man übrigens mit allen Sachen machen, ohne die Eiskönigin-Utensilien wirklich kaufen zu müssen. Dann kam noch der Film dazu, von dem sie bis jetzt nur die ersten 20 Minuten kennen. Und das auch nur ab und zu am Wochenende mal. Rein Theoretisch! Rein Praktisch haben sie bei den Großeltern die komplette Eiskönigin-Kollektion. Von Bettwäsche und CDs, über Puzzle bis hin zu Kleidung ist dort wirklich alles mit Eiskönigin und dort dürfen sie auch ständig den Film schauen. Dagegen haben auch leider wir Eltern keine Chance und all unsere Verbote laufen ins Leere. Das geht mittlerweile so weit, dass sie sogar schon weinen, wenn ich es wage sie abzuholen. Nicht schön und ich hoffe, dass diese Phase schnell vorbei sein wird.

2) Nicht schimpfen! Ich dachte immer, dass man seinen Kindern die Sachen erklären sollte, anstelle zu schimpfen. Die armen Kleinen können doch nichts dafür, dass sie es nicht anders wissen. Naja, am Anfang habe ich auch sehr viel erklärt und gemerkt, dass man damit bei zwei kleinen Mäusen leider so gar nicht weiter kommt. Und spätestens, wenn man in sein Bad kommt und das ganze schöne, teure MakeUp der vorkindlichen Tage an der Wand hängt, fängt man doch mal an zu schimpfen. Das ist einfach so. Und ohne Kinder hätte man sogar geflucht und das bei noch viel kleineren Dramen. Dies sollte man allderings mit Kindern sein lassen, weshalb man seinen Ärger doch wenigstens mit Schimpfen etwas Luft macht. Auch wenn man selber ganz genau weiß, dass man diesen wunderschönen dunkelroten Chanel-Lippenstift in diesem Leben eh nicht mehr getragen hätte.

3) Auch an sich selber denken und sich nicht vernachlässigen! Ach, was habe ich innerlich in mich hineingelächelt, wenn mir frisch gebackene Eltern erzählt haben, dass sie noch nicht mal mehr zum Duschen kommen würden und bis Mittag im Pyjama wären, da sie es früher nicht schaffen würden sich umzuziehen. Nach der Geburt unserer KleinenFee war das auch bei uns so. Duschen habe ich mir zwar regelmäßig erkämpfen könnnen, aber trotzdem waren HerrFliederfee und ich häufig bis Mittag noch im Pyjama, weil wir es vorher einfach nicht geschafft haben uns umzuziehen. Die KleineFee war spätestens um 9 Uhr komplett fertig für den Tag zurecht gemacht, aber trotzdem haben wir es einfach nicht auf die Reihe bekommen uns selber umzuziehen. Ich kann Euch allerdings beruhigen, dass dies ein typisches Erst-Kind-Phänomen ist. Bei der MiniFee schafften wir es von Anfang an, dass wir alle um 8 Uhr perfekt gestylt das Haus verlassen konnten. Musste einfach so sein, da die KleineFee ja schließlich in den Kindergarten musste. Naja, perfekt gestylt ist leider auch etwas übertrieben, denn auch mein Schwur, dass ich trotz Kinder immer nur geschminkt das Haus verlasse, ist irgendwie damals zusammen mit der Plazenta entfernt worden. Früher wäre ich nie im Leben ungeschminkt aus dem Haus gegangen {bei meiner blassen Hautfarbe auch nicht wirklich empfehlenswert}, heute bin ich froh, wenn ich wenigstens bei wichtigen Terminen geschminkt bin. Oder auch nicht, denn zumindest in dieser Hinsicht wird man als Mutter sehr entspannt. Warum soll ich hohe Schuhe anziehen, Turnschuhe tun es doch auch! Kurze Röcke!?! Ach nee, lieber die etwas längeren und dann auch bitte nur mit Leggins! Schickes Outift?!? Quatsch, die bequeme Hose mit dem weiten, bequemen Oberteil ist doch viel besser! So geht es ständig und man muss aktiv anfangen sich gegen diese Bequemlichkeit zu wehren!

4) Fahrdienst spielen und in irgendwelchen Warteräumen versauern! Das wollte ich nie. Der Gedanke war bereits mehr als grauenvoll für mich. Und heute? Sitze ich bei der KleinenFee ständig in irgendwelchen Warteräumen und warte, bis das Ballett vorbei ist, die Musikschule vorbei ist,…! Zum Glück ist die MiniFee noch  in Kursen, bei denen ich dabei sein darf, aber sie wir im Juni 3 und dann kommen noch mehr Warteräume dazu und noch mehr nicht vergehende Stunden. Zum Glück sind KleineFee und MiniFee ein Herz und eine Seele und werden dann auch hoffentlich zusammen die Kurse machen wollen, sodass ich vielleicht doch noch den einen oder anderen Nachmittag in den eigenen 4 Wänden verbringen darf. Diese Stunden möchten nämlich nie vergehen, weshalb ich sehr kreativ bereits das eine oder andere Mal meinen Laptop mitgenommen habe und ich habe vor lauter Verzweiflung Toilstois „Anna Karenina“ angefangen zu lesen. Ein Buch, dass ich bereits seit 2 Jahren lesen wollte und nur in den Wartezimmern die nötige Ruhe und Langeweile für solch ein Mamutprojekt gefunden habe.

5) Über meine Kinder reden, während sie dabei sind! Für mich lange Zeit ein absolutes No-Go. Aber was will man machen, wenn man beim Einkaufen oder sonst wo mit den Mädels jemanden nach Ewigkeiten trifft, sonst kaum zum Austauschen kommt und dann die Frage aufkommt, wie es einem denn geht. Man könnte Lügen und immer antworten: Super! Bestens! Einfach alles perfekt! Nicht so ganz meine Art, weshalb ich mir mittlerweile angewöhnt habe, das Negative nur kurz zu erwähnen und dann Lange auf das Positive einzugehen. So in der Art: Die beiden Feen haben immer noch ganz starke Wutanfälle, aber dafür hat die KleineFee im Dezember ihre 1. Ballettaufführung gehabt und es super gemacht und MiniFee kann mit ihren 2,5 Jahren bereits perfekt sprechen. So in der Art einfach. So, dass das Positive überwiegt und nicht zu viele Details verraten werden. Ich fand das zumindest als Kind immer so furchtbar, wenn alles Negative im eigenen  Beisein immer so ausgebreitet wurde.

6) Zur Sentimentalen Mutti mutieren! Ja, was fand ich Mütter, die immer alles aufheben und mitbekommen wollten schlimm. Und wenn sie dann auch immer noch fast weinen mussten. Schrecklich! Und jetzt!?! Bin ich ganz genau so. Gestern musste ich als sentimentale Mutti natürlich gleich noch zig Fotos von den Mädels in ihren tollen Kostümen machen und auch gleich rumschicken. Und anschließend anschauen und dabei fast weinen. Ja, so sind wir Mütter einfach. Es gibt unzählige Datein und Alben voller Kinderfotos, Erinnerungsboxen, Erinnerungstruhen,…! Gestern habe ich auch voller Stolz die Schachteln für ihre 1. Haarsträhnen fetig gebastelt. Ich war sooo gerührt und HerrFliederfee fand es furchtbar und meinte nur, dass man sowas nicht aufheben sollte. Tja wenn der wüsste! Er glaubt ja auch, dass die ganzen Alben unnütz sein, weiß aber nicht, dass ich sie mir wirklich regelmäßig anschaue und in den schönen Erinnerungen schwelge. Und ganz die sentimentale Mutter immer zu Tränen gerührt bin. Immer! Egal ob Fotoalben, Ballettaufführung, Fasching,… Mami ist immer zu Tränen gerührt und macht natürlich wieder zig Fotos fürs nächste Album.

7) Kinder in den Himmel loben! Ich persönlich mag es nicht, wenn Kinder total in den Himmel gelobt oder gar gedrängt werden. Wie damals im Krabbelkurs, als die Mutter der Meinung war, dass ihr Baby bereits mit 6 Monaten anfängt zu laufen. Sie hat es dann immer hingestellt und das arme Würmchen hat noch gar nicht gewusst, was es mit seinen armen Beinchen machen soll und ist jedes Mal ganz bemittleidenswert eingesunken. Mit 10 Monaten war das Kind dann bereits so hochbegabt, dass ich mir verkneifen musste zu fragen, ob es denn auch schon die „New York Times“ lesen würde und dass das ja mit 10 Monaten das Mindeste sei 😉 Oder das Mädchen im Ballett, dass mit 3 Jahren bereits 3 Mal die Woche ins Ballett geht und die Früherziehung nur aus Spaß macht, aber es das ja gar nicht nötig hätte. Die Maus tat mir so leid, wie sie mit 3 Jahren in ihrer perfekten Ballerinahaltung da steht und überhaupt nicht Kind sein darf. Und nun stehen wir selber da und überlegen, ob die KleineFee 1 Jahr früher eingeschult werden soll. Andere Eltern tun so als ob wir unser Kinder ja damit total überfordern würden und meinten, dass sie doch lieber länger Kind bleiben darf und der Ernst früh genug losgeht. Experten hingegen sind der Meinung, dass sie schon mehr als weit ist in ihrer Entwicklung und sie sich sonst sehr wahrscheinlich das letzte Jahr im Kindergarten mehr als langweilen würde und und mit 5 3/4 Jahren auch nicht so früh sei. Und man könne es bereits jetzt schon an ihrem Verhalten merken, dass sie in ihrer kognitiven Entwicklung schon mehr als weit sei. Und wir stehen dazwischen und möchten weder unser Kinder überfordern, noch, dass es gelangweilt und frustriert ist, wenn im September all ihre Freunde mit der Vorschule beginnen und sie als Einzige nicht. Eine schwierige Situation, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen und weswegen wir auch bereits mit einer Kinderpsychologin und den Erzieherinnen gesprochen haben. Wir tendieren mittlerweile stark zum früher einschulen, auch wenn ich weiß, dass ich damit dann doch zur Übermotivierten, ihr Kind in den Himmel hebenden Mutter mutiert bin.

8) Schmutzige Gesichter mit Spucke weg machen! Dazu brauch ich eigentlich nicht viel schreiben! Eklig! Furchtbar! Als Kind hat man es gehasst. Und jetzt!?! Wie soll man dann die Münder sauber bekommen? Mit Feuchttüchern, aber Ihr könnt Euch sicher sein, dass die Packung genau dann leer sein wird, wenn die Kleinen es am nötigsten haben und dann hilft nur noch Spucke. Und am Besten erst gar nicht darüber nachdenken.

9) Fotos zeigen!!! Oh ja, ich gebe es offen und ehrlich zu! Ich bin eine Fotos zeigende Mutter geworden. Eine von denen, die bei jeder, aber auch wirklich jeder passenden und unpassenden Gelgenheit die Bilder ihrer Kinder rausholt und sie ihren armen Mitmenschen unter die Nase hält. Furchtbar, ich weiß, aber ich kann einfach nicht anders!

10) In Kindersprache sprechen! Am Ende noch ein Erfolgserlebnis, denn wir haben es wirklich geschafft mit unseren Kindern nie in Kindersprache zu sprechen. Im Gegenteil ich kann mit meinen beiden Feen ganz normal reden und sie verstehen mich. Viele sind dann immer ganz fasziniert wie toll sich MiniFee mit ihren 2,5 Jahren und KleineFee mit ihren 4 Jahren bereits ausdrücken kann. Wir glauben, dass es wirklich daran liegt, dass wir immer ganz normal mit ihnen geredet haben. Zusätzlich glaube ich aber auch noch, dass HerrFliederfee so eine Quatschbase ist, dass es bei den Mädels genetisch veranlagt ist und ich bald 3 liebe Mitmenschen habe, die mir das Ohr abquasseln 😉

Die Schwangeren und Kinderlosen unter Euch werden jetzt bestimmt etwas entsetzt sein. Das ist für mich völlig ok, denn ich weiß ganz genau, dass Ihr es als Mütter ganz genauso machen werdet bzw. würdet. Trotzdem werde ich versuchen mich zu bessern und ein paar der schlechten Angewohnheiten abzulegen.